35.000 Beschäftigte weniger im öffentlichen Dienst

Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst lag Ende Juni 2006 bei rund 4,6 Millionen. Das sind 35.000 (rund 1%) Beschäftigte weniger als noch ein Jahr zuvor. Diese vorläufigen Zahlen gab das Statistische Bundesamt anlässlich des internationalen Tags des öffentlichen Dienstes am Samstag bekannt.

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Enthalten in diesen Zahlen sind alle Mitarbeiter des Bundes, der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände, aber auch jene der Zweckverbände, des Bundeseisenbahnvermögens, der Sozialversicherungsträger und der rechtlich selbstständigen Einrichtungen des öffentlichen Rechts enthalten.

Beim Bund ist die Zahl der Beschäftigten um 4400 auf 477.000 Personen gesunken (-1%). Der Rückgang ist unter anderem auf den Personalabbau in der Bundeswehr zurückzuführen. Bei den Ländern arbeiteten mit 2,05 Millionen Beschäftigten im Jahr 2006 rund 28.000 Personen weniger als noch ein Jahr zuvor (-1%). Hier liegt die Ursache neben dem allgemeinen Personalabbau auch in der Umwandlung von Hochschulkliniken in selbstständige Einrichtungen des öffentlichen Rechts. Die Mitarbeiter dort werden deshalb nicht mehr als Mitarbeiter des betreffenden Landes gezählt, sondern erscheinen nur noch im so genannten mittelbaren öffentlichen Dienst.

Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden fällt der prozentuale Personalrückgang der Gebietskörperschaften insgesamt am höchsten aus. Dort sank die Zahl der Beschäftigten um 27.000 Personen auf 1,25 Millionen (-2%). Bei den Gemeinden ist unter anderem die Privatisierung kommunaler Krankenhäuser für die Entwicklung verantwortlich.

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten am gesamten Personal des öffentlichen Dienstes ist gegenüber dem Vorjahr von 29,6% auf 30,2% und damit erneut gestiegen. Damit setzt sich der Trend der Ausweitung von Teilzeitarbeit im öffentlichen Dienst fort. Die Änderung gegenüber 2005 ist allerdings überwiegend auf den Anstieg der Altersteilzeit zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten in Altersteilzeit stieg um 17.000 Personen (+8%). Dagegen nahmen nur etwa 1000 zusätzliche Beschäftigte (+1%) Teilzeit in Anspruch, die in keinem Altersteilzeitverhältnis begründet war. (Statistisches Bundesamt/ml) ENGLISH