Exportboomer neue EU-Staaten

Die zwölf neuen EU-Staaten entwickeln sich zu Lokomotiven des deutschen Exports. Laut Statistischem Bundesamt sind die deutschen Ausfuhren in diese Mitgliedsländer (Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Malta, Zypern, Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien und Rumänien) im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 22,7% auf 25,7 Milliarden Euro gestiegen.

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Polen bezog für insgesamt 8,2 Milliarden Euro (+28,3%) mehr Waren aus Deutschland als im ersten Quartal 2006, Tschechien für 6,3 Milliarden Euro (+20,4%). Insgesamt wuchsen die deutschen Ausfuhren um 10,8% auf 238,8 Milliarden Euro.

Die Exporte in Länder außerhalb der EU stiegen auf 81,6 Milliarden Euro (+7,0%), und damit weniger stark als die Gesamtausfuhren. Nach Russland wurden Waren im Wert von 6,0 Milliarden Euro ausgeführt, das ist ein Plus von 32,5% gegenüber dem ersten Quartal 2006. Bei den Exporten in Drittländer nahmen zudem die Ausfuhren nach Indien (+18,0% auf 1,7 Milliarden Euro), in die Schweiz (+12,4% auf 9,0 Milliarden Euro) und nach China (+11,8% auf 6,6 Milliarden Euro) besonders stark zu. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten gingen zurück (-4,9% auf 18,4 Milliarden Euro). Auch nach Japan wurden weniger deutsche Waren geliefert als im Vorjahresquartal (-6,7% auf 3,3 Milliarden Euro).

Die Versendungen in die EU-Mitgliedsländer sind um 12,8% auf 157,3 Milliarden Euro gestiegen; sie nahmen somit stärker zu als die deutschen Gesamtausfuhren (+ 10,8%). In die nicht zur Eurozone zählenden Länder der EU gingen Waren für insgesamt 51,9 Milliarden Euro (+16,1%), in die Eurozone, zu der seit Anfang 2007 auch Slowenien gehört, für 105,4 Milliarden Euro (+11,2%).

Die deutschen Einfuhren wiesen im ersten Quartal 2007 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum insgesamt ein Plus von 8,1% (auf 190,0 Milliarden Euro) auf. Die Eingänge aus der EU27 erhöhten sich stärker (+10,4% auf 112,2 Milliarden Euro) als die Gesamteinfuhren. Die Warensendungen aus der Eurozone stiegen um 9,9% (auf 75,3 Milliarden Euro), aus der Gruppe der nicht zur Eurozone zählenden EU-Staaten um 11,6% (auf 36,9 Milliarden Euro). Die Warenlieferungen aus den zwölf neuen EU-Mitgliedstaaten stiegen um 19,3% auf 21,1 Milliarden Euro, darunter vor allem aus Ungarn (+22,7% auf 4,5 Milliarden Euro), Tschechien (+21,4% auf 6,2 Milliarden Euro) und Polen (+19,0% auf 5,6 Milliarden Euro).

Die Importe aus Drittländern erhöhten sich um 5,0% (auf 77,8 Milliarden Euro). Rückläufig waren darunter vor allem die Einfuhren aus Norwegen (-6,4% auf 4,4 Milliarden Euro) und Russland (-18,9% auf 6,4 Milliarden Euro), bedingt durch die niedrigeren Einfuhrpreise von Erdöl und Erdgas. Daneben erhöhten sich die Einfuhren aus der Schweiz (+22,4% auf 7,4 Milliarden Euro) und Indien (+18,7% auf 1,3 Milliarden Euro) überdurchschnittlich. Auch die Einfuhren aus China (+14,4% auf 13,6 Milliarden Euro) und Japan (+8,4% auf 6,4 Milliarden Euro) nahmen stärker zu als die Gesamteinfuhren, nahezu konstant blieben die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten (-0,6% auf 11,5 Milliarden Euro). (Statistisches Bundesamt/ml)