Schwacher Konsum drückt auf Großhandelskonjunktur

Nach Meinung des Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton F. Börner, ist ein anhaltender Aufschwung durchaus noch nicht sicher. Man sehe noch die deutlichen Spuren einer angezogenen Handbremse. Die Politik sei immer noch in der Pflicht, die Zuversicht der Konsumenten und damit die Kauflaune zu stärken.

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Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes steigerte der Großhandel zwar seine Umsätze im April 2007 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 4,8 Prozent und real um 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat März lagen die Umsätze jedoch nominal und real um 1,5 Prozent niedriger. Auch expandierten Produktionsverbindungsbranchen mit nominal 8,1 Prozent und real 14,0 Prozent deutlich stärker als der landwirtschaftsbezogene Großhandel mit nominal 7,7 Prozent, real aber minus 3,9 Prozent.

Der Produktionsverbindungshandel sei zwar Motor der Dynamik, gibt Börner zu, solange aber der Konsum weiter abgeschlagen bleibe, sei Vorsicht angesagt. Der Aufschwung werde zum einen bei den Menschen noch nicht als so verlässlich wahrgenommen, dass sie tatsächlich mehr ausgeben. Zum anderen drückten die erhöhten Steuern und Abgaben auf den Konsum. (ots/ml)