Trendsetter und Trendmuffel

Die aktuelle internationale Studie „Fashion“ des Marktforschungsinstituts GfK Custom Research analysiert das Modebewusstsein von Europäern und US-Bürgern. Die Studie liefert interessante Fakten für Unternehmen und Händler in der Modebranche. Vor allem die Menschen in Paris kleiden sich laut Studie nach dem letzten Schrei. Ein Drittel der Europäer und Amerikaner achtet bei Kleidung auf aktuelle Modetrends, wobei Schuhe ein wichtiges modisches Accessoire sind.

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Wie erwartet, wurde Paris von einem Drittel aller Europäer und US-Amerikaner, und von mehr als der Hälfte der Franzosen, zur Stadt mit den schicksten Menschen gewählt. Auch knapp jeder zweite Pole, Tscheche und Ungar ist vom Pariser Chic überzeugt. Bei den Italienern stimmt nur jeder Vierte für Paris, jeder Dritte hingegen für die eigene Modestadt Mailand. Mailand landet bei den Westeuropäern auf Platz zwei. Allerdings glauben die Russen, Schweden, Polen und Türken, dass die Menschen in der größten Stadt ihres Landes modischer gekleidet sind als in der italienischen Modemetropole.

In allen Ländern sind es mehr die Frauen, die sich nach den neuesten Trends kleiden. Durchschnittlich geben 40 Prozent der Frauen an, auf aktuelle Mode zu achten, bei den Männern 30 Prozent. Der Unterschied zwischen modebewussten Männern und Frauen ist jedoch in den Ländern Schweden, Österreich, Russland und Deutschland mit 15 Prozentpunkten besonders deutlich.

Auch mit dem Alter nimmt das Interesse an den neuesten Fashiontrends ab: Während in der Altersgruppe der 15- bis 29jährigen rund die Hälfte Wert auf Modetrends legt, sind es bei den 30- bis 49jährigen nur noch 36 Prozent und bei den über 50jährigen lediglich 23 Prozent.

Der größte Teil der Befragten (28 Prozent) gibt an, dass ihnen das Fernsehen Inspirationen zur aktuellen Mode liefert. Jeder fünfte informiert sich in Modemagazinen oder in der Öffentlichkeit, indem er sich die Menschen auf der Straße oder in Clubs ansieht. Explizit nennt jeder zehnte Stars und Sternchen als Anregung für den letzten modischen Schrei. Lediglich 5 Prozent lassen sich durch das Internet animieren.

Das sind einige Ergebnisse aus der Studie, die das Marktforschungsinstitut GfK Custom Research im Auftrag des Wall Street Journal Europe in 19 Ländern durchgeführt hat. Die Studie ist bei GfK Custom Research erhältlich. (GfK/ml) ENGLISH