EU-Erzeugerpreise der Industrie um 0,7 Prozent gestiegen

Die Erzeugerpreise der Industrie stiegen im März 2008 im Vergleich zum Vormonat in der Eurozone (EZ15) um 0,7% und in der EU27 um 0,6%. Das entspricht nahezu dem Anstieg im Februar (0,7% in beiden Gebieten). Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat erhöhte sich der Erzeugerpreisindex im März in der Eurozone um 5,7% und in der EU27 um 6,7%. Das teilte heute das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften Eurostat mit.

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Monatliche Veränderungen

Ohne den Energiesektor stiegen die Erzeugerpreise im März, verglichen mit dem Februar, in der gesamten Industrie sowohl in der Eurozone als auch in der EU27 um 0,3%. Im Energiesektor lag der Anstieg jedoch deutlich höher bei 1,8% in der Eurozone bzw. 1,5% in der EU27.

Vorleistungsgüter verzeichneten Teuerungen von 0,4% in der Eurozone und von 0,5% in der EU27. In beiden Gebieten stiegen die Preise für Verbrauchsgüter um 0,3%, für Gebrauchsgüter um 0,2% und für Investitionsgüter um 0,1%.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die stärksten Zunahmen in Bulgarien (+2,7%), Rumänien (+1,6%) und Luxemburg (+1,3%) verzeichnet. Rückgänge gab es nur in Dänemark (-0,2%) und Schweden (-0,1%).

Jährliche Veränderungen

Ein ähnliches Verteilungsbild bietet die jährliche Betrachtung: Im Vergleich zum März 2007 erhöhten sich die Erzeugerpreise im März 2008 ohne den Energiesektor in der Eurozone um 3,7% und in der EU27 um 3,9%. Die Preise im Energiesektor nahmen auch auf das Jahr gesehen deutlich stärker um 12,7% bzw. 15,2% zu.

Die Preise für Verbrauchsgüter legten in der Eurozone um 5,0% und in der EU27 um 5,1% zu. Vorleistungsgüter wurden um 4,2% bzw. 4,6% teurer. Gebrauchsgüter stiegen in der Eurozone um 2,5% und in der EU27 um 2,4% an. Investitionsgüter nahmen um 1,5% bzw. 1,6% zu.

Von den Mitgliedstaaten, deren Daten bereits bekannt sind, fanden die stärksten Steigerungen in Litauen (+17,6%), Bulgarien (+15,4%) und Rumänien (+14,5%) statt, die niedrigsten Steigerungen verbuchten Deutschland (+4,2%), Finnland (+4,7%) und Irland (+5,0%).

(Eurostat/ml)

Anmerkung:

  • EZ15: Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, Finnland. Zypern und Malta.
  • EU27: Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden und Großbritannien.