Arbeitszeit mit Software ergonomisch gestalten

Viele Personalplaner geraten mit zunehmender Flexibilisierung der Arbeitszeiten in ein Dilemma: Einerseits muss ein entsprechendes Arbeitszeitmodell für das Unternehmen wirtschaftlich sein, andererseits verlangt das Gesetz, dass Arbeitszeitsysteme ergonomische Aspekte berücksichtigen müssen. Mit gutem Grund: Eine hohe Flexibilität und stark variierende Arbeitszeiten können schnell zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Beides unter einen Hut zu bringen ist aber alles andere als leicht.

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Trotz intensiver Puzzlearbeit bleibt bei vielen Planern am Ende das Gefühl zurück, einen vielleicht nicht rechtssicheren und wenig gesundheitsförderlichen Einsatzplan erarbeitet zu haben. Hier setzt die Broschüre „Positive Gestaltungsbeispiele der softwaregestützten Arbeitszeitgestaltung“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) an: Die Experten der baua stellen darin Möglichkeiten und Vorteile einer Arbeitszeitgestaltung nach Gesichtspunkten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes vor.

Die in der Broschüre dargestellten Beispiele beruhen auf ergonomisch günstig gestalteten Arbeitszeitsystemen in Betrieben. Für die Darstellung und Bewertung der Arbeitszeitsysteme wurde auf das Programm BASS 4 (bedarfsorientiertes arbeitswissenschaftliches System zur Schichtplangestaltung) zurückgegriffen. Eine voll funktionsfähige Demoversion des Programms, das im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsvorhabens „Arbeitszeit ergonomisch gestalten“ entstand, kann kostenlos hier aus dem Internet bezogen werden.

Um Unternehmen anzuregen, günstige Lösungen für die eigenen betrieblichen Interessen zu entwickeln, greifen die Beispiele typische Praxisanforderungen auf. Dabei reicht die Palette der Lösungen von diskontinuierlichen und kontinuierlichen Schichtsystemen über variablen Personalbedarf und speziellen Problemen wie Dauernachtschicht bis hin zu flexiblen Arbeitszeiten.

Die kostenlose Broschüre „Positive Gestaltungsbeispiele der softwaregestützten Arbeitszeitgestaltung“ steht als Download im Internet zur Verfügung. (idw/ml)