Wie man Googles Chrome zum Schweigen bringt

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Seit kurzem ist Googles neuer Webbrowser „Chrome“ in der Beta-Version verfügbar – und hat seitdem für Schlagzeilen gesorgt. „Wahnsinnig schnell“, schwärmen die einen, „ein Datenspion“, klagen die anderen. Doch dank eines pfiffigen Zusatzprogramms mit dem Namen Kill-ID kann man die hohe Arbeitsgeschwindigkeit des Browsers nutzen und gleichzeitig das Datenleck stopfen. Das kostenlose Tool entwickelte der Informatiker Alexander Miehlke (Bild links). Im Interview erzählte er uns, warum seine Software so wichtig ist und Chrome derzeit in Unternehmen nicht verwendet werden sollte. Hören Sie selbst.

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AlMisoft heißt die kleine Berliner Programmschmiede, die dem allmächtigen Datensammler Google die Stirn bietet. AlMi steht für Alexander Miehlke. Der Berliner Softwareentwickler war einer der ersten, denen die vielen Datenpakete, die der Webbrowser ohne Zutun und Erlaubnis des Nutzers an Google zurückschickt, nicht geheuer waren. Als IT-Fachmann weiß er nur zu gut, was man alles mit derartigen Daten anfangen kann. Nicht dass es konkrete Anhaltspunkte für einen Missbrauch durch Google gäbe – aber sicher ist sicher.

Auf die Frage, welchen Browser er persönlich in einem Unternehmen verwenden würde, nannte er uns den Open-Source-Browser Firefox. Zum einen lasse sich dieser viel einfacher erweitern, auch um Funktionen, die Chrome nicht beherrscht, und zweitens, werde Firefox von einer Vielzahl freiwilliger Helfer und Programmierer aus ganz unterschiedlichen Firmen und Ländern gepflegt, so dass es nahezu unmöglich sei, in diesen Browser versteckte Funktionen zur Datenspionage einzubauen.

Alexander Miehlkes pfiffiges Programm Kill-ID steht kostenlos per Download zur Verfügung. (ml)

Download-Link für Chrome:

Download-Links für alternative Webbrowser: