Importpreise im April 8,6 Prozent niedriger als 2008

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Die Preise für Importwaren lagen im April 2009 um durchschnittlich 8,6 % unter jenen des Aprils 2008. Einen ähnlich hohen Preisverfall gab es zuletzt im März 1987. Sogar im März und Februar 2009 lagen die Jahresveränderungsraten mit -7,1 % beziehungsweise -6,4 % noch deutlich niedriger. Gegenüber März 2009 sank der Einfuhrpreisindex um 0,8 %. Der Index der Ausfuhrpreise sank im April 2009 gegenüber April 2008 um 2,0 %. Im März und Februar 2009 war er im Vorjahresvergleich um 1,7 % beziehungsweise 1,2 % gesunken. Gegenüber März 2009 fiel der Ausfuhrpreisindex lediglich um 0,1 %.

Der Importpreisrückgang gegenüber April 2008 ist vor allem auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger (33,6 %) zurückzuführen. Auch gegenüber dem März 2009 fielen die Energiepreise um 2,9 %. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 43,6 %. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 5,3 %. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich gegenüber April 2008 um 44,8 %, verteuerten sich aber ebenfalls gegenüber dem Vormonat (+5,5 %). Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im April 2009 um 3,4 % unter dem Stand von April 2008 (gegenüber März 2009: -1,3 %).

Erdgas wurde im April 2009 ebenfalls billiger eingekauft als im April 2008 (-13,3 %). Damit waren die Erdgaspreise erstmals seit Dezember 2007 wieder unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. Gegenüber März 2009 verbilligte sich Erdgas um 15,3 %.

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze billiger als im April 2008 (-32,0 %), im Vergleich zu März 2009 stiegen die Preise um 7,8 %. Eisenerzimporte waren im April 2009 um 28,7 % teurer als im Vorjahresmonat, kosteten aber 0,5 % weniger als im März 2009.

Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug verbilligten sich um 26,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat, verteuerten sich aber gegenüber dem Vormonat um 2,1 %. Bei Rohkupfer wurden im Vormonatsvergleich zum vierten Mal in Folge Preissteigerungen beobachtet. Gegenüber März 2009 wurde es um 17,0 % teurer. Im Vergleich zu April 2008 konnte es allerdings immer noch um 37,6 % günstiger importiert werden. Eisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich dagegen gegenüber dem Vorjahr (-28,9 %) und gegenüber dem Vormonat (-4,6 %), ebenso Rohaluminium (Vorjahresvergleich: -22,4 %, Vormonatsvergleich: -1,7 %).

Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber April 2008 um 33,1 % (+0,5 % gegenüber März 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,9 % billiger (–0,4 % gegenüber dem Vormonat).

(Statistisches Bundesamt/ml) ENGLISH