Sonnenschutz-Ratgeber für Arbeiten im Freien

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Wenn Menschen in der Freizeit die Sonne suchen, können sie frei entscheiden, wie viel Strahlung sie ihrer Haut zumuten wollen. In vielen – vor allem handwerklichen Berufen – besteht diese Freiheit nicht. Durch zu viel beruflich bedingte Sonnenstrahlung besonders gefährdet sind in Deutschland rund 2,5 Millionen Beschäftigte. An ihre Arbeitgeber und sie richtet sich der Ratgeber „Licht und Schatten“, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Durch die Sommersonne vor allem gefährdet sind Beschäftigte in der Baubranche, der Land- und Forstwirtschaft aber auch in einer Reihe von Dienstleistungsbranchen, darunter Gebäudereiniger, Schornsteinfeger oder Erzieher. Die langjährige, intensive Einwirkung von ultravioletten Strahlungsanteilen kann im schlimmsten Fall zu Hautkrebs führen. Darum ist es besonders wichtig, das Risiko durch die UV-Strahlung abzuschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Der Blick zum Himmel reicht dafür nicht immer. Sichere Informationen stellt das deutsche UV-Messnetz (BfS/DWD/UBA) im Internet in Form einer UV-Karte für Deutschland zur Verfügung. Eine potenzielle Gefährdung besteht ab Stufe drei oder höher. Anhand der UV-Karte lässt sich die aktuelle Gefährdung ermitteln. Bei gleichbleibender Wetterlage sind gute Prognosen für die jeweils nächsten drei Tage möglich. Handwerksbetriebe und andere Betriebe, die im Außenbereich Arbeiten durchführen müssen, sollten die wenigen Minuten am Tag in die Gesundheitsvorsorge investieren, die ein Blick in die Karte benötigt.

Ist die Gefahr erkannt, sollte sie durch entsprechende Schutzmaßnahmen gebannt werden. So lassen sich beispielsweise auch Baugerüste durch Abdeckungen verschatten. Sonnenschirme oder Überdachungen erfüllen ihren Zweck nicht nur am Strand. An manchen Arbeitsplätzen im Freien wie Verkaufständen oder Montagestellen beim Bau lassen sich feste Unterstellmöglichkeiten einrichten. Bei Fahrzeugen wie Bussen, Bahnen, Traktoren oder Gabelstaplern sollte darauf geachtet werden, dass ihre Fenster die UV-Strahlung absorbieren.

Zwar schreit das heiße Wetter nach weniger Kleidung, doch Kleidung bietet Schutz gegen die gefährliche Strahlung. Mittlerweile gibt es Textilien, in denen man nicht so leicht ins Schwitzen kommt.

Viele weitere Tipps und zusätzliche Informationen enthält die kostenlose Broschüre „Licht und Schatten – Schutz vor Sonnenstrahlung für Beschäftigte im Freien“ der BAuA. Die gedruckte Version kann in kleinen Mengen kostenlos über das Informationszentrum der BAuA bezogen werden (Telefon 0231/90 71 20 71, Fax 0231/90 71 20 70, E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de). Die PDF-Version steht als kostenloser Download online zur Verfügung.

(idw/ml)