Daten auf mobilen Geräten brauchen Schutz

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Wer mit einem ungesicherten Laptop, PDA oder Handy aus dem Haus geht, bietet Kriminellen ungewollt Zugang zu eventuell hochsensiblen Daten. Diplominformatiker und Datenschutzexperte Dr. Siegfried Streitz empfiehlt deshalb dringend, die Daten auf mobilen Geräten zu verschlüsseln, denn sind sensible Firmendaten erst einmal in falsche Hände geraten, ist eventuell sogar das ganze Unternehmen gefährdet. Aber wie und womit sichert man solche Geräte am besten? Wir haben den Datenschutzexperten um Tipps gebeten.

Der Experte rät, die Daten auf mobilen Geräten durch Verschlüsselung zu schützen. Das ist – je nach verwendeter Software – einfach und sogar zum Nulltarif möglich. Kommerzielle Programme zur Verschlüsselung zu verwenden, empfiehlt Dr. Siegfried Streitz jedoch eher ungern, „weil man da nie sicher sein kann, ob es nicht doch einen Generalschlüssel gibt“. Dagegen biete das Open-Source-Programm TrueCrypt einen sehr guten Schutz. Bei dem Programm können verschiedene Modi eingestellt werden „und die besseren Verschlüsselungsarten dürften auch den Geheimdiensten dieser Welt den Schweiß auf die Stirn treiben“, begründete Streitz seine Vorliebe für das Open-Source-Programm.

Er empfiehlt auch, bei der Datensicherung auf die Hilfe von Fachleuten zu setzen. „Man muss sehr viel Wissen darüber haben, welche Information von welchem Programm an welchen Stellen gespeichert werden und das geht ohne professionelle Hilfe eigentlich nicht“, betonte Streitz. In Unternehmen hänge bei der Datensicherheit vieles von den Mitarbeitern ab. Sie sollten regelmäßig für den Umgang mit Firmeninterna geschult werden. Das kostet zwar Geld, reduziert aber das Risiko enorm.

(ml)