Mehr Gewerbeanmeldungen als -abmeldungen

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Trotz Wirtschaftskrise wurden im ersten Quartal 2009 knapp 42.000 größere Firmen gegründet, deren “Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung” schließen lassen. Die Zahl der Gründungen derartiger Betriebe lag damit um 3,7 % höher als im ersten Quartal 2008. Auch die Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben stiegen im gleichen Zeitraum, um 3,8 % auf rund 66.000. Die Zahl der neu gegründeten Kleinunternehmen ist hingegen um 0,5 % zurückgegangen.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen (die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme) erhöhte sich im ersten Quartal 2009 zum Vorjahr um 1,8 % auf knapp 223.000.

Damit überstieg im ersten Quartal die Zahl der Gewerbeanmeldungen diejenige der Gewerbeabmeldungen zwar um rund 18.000, prozentual allerdings legten die Abmeldungen deutlich stärker zu als die Anmeldungen. Insgesamt erfolgten bei den Gewerbeämtern im ersten Quartal mit rund 205.000 Fällen 5,2 % mehr Gewerbeabmeldungen. Auch in den Abmeldungen sind nicht nur Schließungen, sondern auch Betriebsübergaben und Fortzüge enthalten.

Im ersten Quartal 2009 wurden 37.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung geschlossen. Das waren 7,7 % mehr als im ersten Quartal 2008. Die Zahl der Kleinbetriebe, die schließen mussten, war etwa so hoch wie im Vorjahresquartal. Nebenerwerbsbetriebe wurden besonders häufig wieder aufgegeben (+15,8 %).

(Statistisches Bundesamt/ml)