Aufbruch zum langen Marsch durch das tiefe Tal

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin meldete sich heute nach langer Pause wieder mit einer ausführlichen Konjunkturprognose zurück: Die deutsche Wirtschaft werde im laufenden Jahr um 6,4 % schrumpfen, prognostizieren die Berliner Ökonomen. Die Produktion habe nach einen freien Fall aber wieder Boden unter den Füßen. Es drohe jedoch ein langer Marsch durch eine konjunkturelle Talsohle ohne absehbares Ende, der bestenfalls die Aussicht zum Aufstieg auf kleine Hügel biete. Der Konjunktureinbruch gehe vor allem auf die gesunkene Exportnachfrage zurück. Für 2010 sei deshalb lediglich mit 0,5 % Wachstum zu rechnen.

Die trügerische Ruhe auf dem Arbeitsmarkt werde zudem bald vorbei sein und die Erwerbslosenzahl im nächsten Jahr im Schnitt wieder deutlich über der 4,5-Millionen-Marke liegen, warnen die Experten des Instituts.

Das DIW Berlin hält weitere kurzfristige Konjunkturhilfen nicht für erfolgversprechend und empfiehlt stattdessen ein mittelfristiges Investitions- und Wachstumsprogramm. Dazu müssten die staatlichen Investitionen nachhaltig auf ein höheres Niveau steigen.

Die ausführliche Analyse und Prognose kann in der Ausgabe 31/2009 des DIW-Wochenberichts nachgelesen werden. Die Ausgabe steht als kostenloser Download im Internet zur Verfügung.

(DIW/ml)