Ferienhauskauf (fast) ohne Risiko

Ferienhaus-Kauf
Ferienimmobilien

Leider – einen Immobilienkauf ohne Risiko, vor allem im Ausland, gibt es nicht. Diese schmerzhafte Erfahrung mussten in letzter Zeit vor allem Käufer von Ferienimmobilien machen. Es gilt so vieles zu wissen: Wie findet man ein passendes Objekt in fremder Umgebung? Wo befinden sich bevorzugte Lagen? Wie sieht die künftige Bauerschließung vor Ort aus? Wo lauern Risiken wie Hochwasser- oder Sturm? Welcher Quadratmeterpreis ist angemessen? Dazu eventuell eine fremde Sprache und Mentalität der Behörden … Das Desaster ist vorprogrammiert.

Suchende haben meistens noch keine Freunde oder Nachbarn vor Ort, die sie fragen und auf deren Urteil sie vertrauen könnten. Da hilft meist nur eines: der Gang zu einem ortsansässigen Makler. Der Immobilienvermittler kennt nicht nur die Preise und Gegebenheiten vor Ort, er hat auch erste Angebote parat und kann anhand konkreter Beispiele Vorzüge und Nachteile bestimmter Lagen erklären. Wie sieht es beispielsweise mit der täglichen Versorgung etwa durch Bäcker oder Supermärkte aus, wo befinden sich Ärzte oder Apotheker und wie ist es um den öffentlichen Nahverkehr bestellt? Auch auf Fragen des Besucherandrangs oder des Verkehrsaufkommens während der Urlaubszeit kann der Makler Antwort geben.

Wer in eine neu zu bauende Ferienimmobilie investieren möchte, der findet in Immobilienvermittlern ebenfalls hilfreiche Ansprechpartner. „Aus der täglichen Praxis wissen Wohnungsmakler, wo neue Bauprojekte geplant sind beziehungsweise welche Objekte gerade realisiert werden“, erläutert Robert Anzenberger von der Immobilienvermittlung PlanetHome.

Sie können gezielt Informationen einholen oder Exposés besorgen. In vielen Fällen eröffnet sich Kaufinteressenten die Möglichkeit, ihr Ferienobjekt aktiv mitzugestalten. Ein weiterer Vorteil ist die Zeit- und Aufwandsersparnis. Denn Käufer können Makler gezielt mit der Suche nach ihrem Wunschobjekt beauftragen und brauchen sich nicht selbst auf den Weg zu machen. Der Vermittler wird regelmäßig die infrage kommenden Immobilien vorlegen – solange, bis ein wirklich geeignetes Objekt gefunden ist.

Auch die Experten des Rechtsschutzversicherers ARAG raten, beim Hauskauf im Ausland unbedingt einen Fachmann hinzuzuziehen, denn auf den Kaufinteressenten warten zahlreiche juristische Stolpersteine. So seien in manchen Ländern Kaufverträge auch ohne notarielle Beglaubigung gültig. Ein Eintrag vor Ort ins Grundbuch unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung sei deshalb dringend zu empfehlen. Nur dann könne der Verkäufer das Objekt kein zweites Mal verkaufen. Wer sicher gehen wolle, keinen Schwarzbau angedreht zu bekommen, der müsse sich vor dem Kauf die Baugenehmigung zeigen lassen! Ähnliches gelte für Selbstbauer, die nur ein Grundstück kaufen wollen: Sie seien gut beraten, schon vor dem Kauf eine Baugenehmigung einzuholen.

Wir raten darüber hinaus, fachliche Unterstützung immer selbst zu suchen und nicht durch die Verkäufer vermitteln zu lassen. Anzuraten ist außerdem, Kaufpapiere sowie amtliche Genehmigungen und Bescheinigungen vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags in Deutschland von einem professionellen Übersetzer für die Sprache, in der die Papiere verfasst sind, lesen und erläutern zu lassen. Der Übersetzer sollte möglichst ein Muttersprachler für die betreffende Sprache sein und die Feinheiten amtlicher Formulierungen kennen. Ein solcher Service ist angesichts der Summen, die bei einem Immobilienkauf auf dem Spiel stehen, vergleichsweise preiswert zu haben, z. B. bei der Internet-Plattform tolingo (VdÜ, siehe unseren Bericht dazu).

(PlanetHome/ARAG/ml)