Banken sehen Kundenvertrauen steigen

Prof. Dr. Manfred Weber
Prof. Dr. Manfred Weber

Die meisten Kunden vertrauen auch weiterhin ihrer Hausbank. Das zeige eine aktuelle repräsentative Umfrage, meldet der Bankenverband. Danach geben in der Studie des Verbands lediglich 7 % der Befragten an, ihr Vertrauen zu ihrer eigenen Bank habe durch die Finanzkrise „stark gelitten.“ Weitere 28 % sehen ihr Vertrauen „nicht so stark“ und 60 % sogar „überhaupt nicht“ beeinträchtigt. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Neun von zehn Bankkunden sind mit den konkreten Leistungen ihrer Bank „zufrieden“ (60 %) oder „sehr zufrieden“ (29 %). Gegenüber einer Erhebung vom Frühjahr haben sich die Werte zum Vertrauen leicht, jene zur Kundenzufriedenheit sogar deutlich verbessert.

Für den Geschäftsführenden Vorstand des Bankenverbandes, Prof. Dr. Manfred Weber (s. Bild) sind diese Ergebnisse jedoch kein Grund für die Banken, sich nun zurückzulehnen: „Auch wenn wieder mehr Kunden mit den Leistungen ihrer Bank zufrieden sind, hat die Finanzmarktkrise dem Ansehen der Branche insgesamt doch erheblich geschadet.“ Auch das zeige die Umfrage. Das Vertrauen in die Banken sieht weiterhin rund die Hälfte der Befragten (52 %) stark beeinträchtigt. Hier gelte es noch Überzeugungsarbeit zu leisten, dass die Finanzinstitute aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben, so Weber weiter. Beispielsweise stünden die Bonussysteme der Banken auf dem Prüfstand und würden neu ausgerichtet. „Ein Zurück in die Vergangenheit“, so Weber, „kann und wird es nicht geben“.

(Bundesverband deutscher Banken/ml)