Krise lässt Familienunternehmen zusammenrücken

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Wie nimmt der Mittelstand die Krise wahr und wie geht er mit ihr um, um zu überleben? Das war die Fragestellung einer Studie der Handelshochschule Leipzig (HHL) und des Forums für Familienunternehmer AlphaZirkel mit Teilnehmern aus über 200 mittelständische Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass der deutsche Mittelstand von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise zwar durchaus betroffen ist. Panikreaktionen oder Massenentlassungen sind dennoch kein Thema. Im Gegenteil: Zusammenrücken ist angesagt.

Prof. Dr. Torsten Wulf, Inhaber des Lehrstuhls für Strategisches Management und Organisation der HHL und wissenschaftlicher Leiter der Studie: „Die mittelständischen und familiengeführten Unternehmen verhalten sich sehr besonnen; sie bleiben ihrer grundsätzlichen strategischen Ausrichtung treu und fokussieren sich auf kurzfristig realisierbare Kostensenkungen. Dabei erkennen zahlreiche Unternehmen die Krise als Chance und versuchen, mit innovativen Produkten und Leistungen neue Kunden zu erreichen.“

Die aktuelle Studie zeigt auch, dass vor allem familiengeführte Unternehmen in der Krise noch enger zusammenrücken. Wo entsprechende Regelungen in nächster Zeit zu erwarten sind, ziehen rund 80 % der Befragten eine familieninterne Nachfolgeregelung anderen Lösungsformen, etwa der Hinzunahme eines externen Managers, vor. Das bedeutet: Im Zuge der Krise ist die Tendenz zur internen Nachfolge weiter gestiegen. „Diese Erkenntnis ist besonders spannend, wenn man sich vor Augen hält, dass wir vor einer Welle von Führungswechseln stehen – wie die Ergebnisse der Studie zeigen, planen über die Hälfte der Unternehmen einen internen Nachfolgeprozess innerhalb der nächsten fünf Jahre“, so Andreas Mach, Initiator des AlphaZirkels. „Für diese neue, junge Generation an Familienunternehmern wird es besonders wichtig sein, im Detail zu verstehen, wie ihr Unternehmen es geschafft hat, die aktuelle Krise erfolgreich zu meistern. Denn wir alle wissen: Nach der aktuellen Krise ist vor der nächsten Krise.“

Die Studie steht als kostenloser Download im Internet zur Verfügung.

(idw/ml)