Auslandserfahrungen für jährlich 10.000 Azubis

Einen Teil der Ausbildung zum Hotelkaufmann in Spanien absolvieren? Während der Ausbildung zum Industriekaufmann für ein Praktikum nach London? Mehr als 100.000 Auszubildende aus Deutschland sind nach Angaben des Bundesbildungsministeriums seit dem Start des EU-Programms „Leonardo da Vinci 1995“ ins europäische Ausland gegangen – eine Spitzenleistung in Europa. Als Exportweltmeister ist Deutschland allerdings auch in besonderem Maße auf Nachwuchskräfte mit internationalen Erfahrungen angewiesen.

Andreas Storm, parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium und Bundestagsabgeordneter ist sich sicher: „Ein Großteil der deutschen Unternehmen wird nur dann wettbewerbsfähig sein können, wenn sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die mit ausländischen Partnern kommunizieren und kooperieren können. Dies gilt mittlerweile ebenso für klein- und mittelständische Unternehmen wie für das Handwerk.“

Waren es zu Beginn von „Leonardo da Vinci“ vor knapp 15 Jahren rund 2000 Auszubildende, die im Rahmen ihrer Ausbildung einen Auslandsaufenthalt absolvierten, so sind es inzwischen mehr als 10.000 Auszubildende jährlich, die sowohl ihre Fach- und Sprachenkompetenzen als auch ihre interkulturellen und sozialen Fähigkeiten im Ausland erweitern.

Die Marke von 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist nach Meinung Storms ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu der vom Innovationskreis berufliche Bildung im Jahr 2006 empfohlenen Verdoppelung von Auslandsqualifizierungen bis 2015. Das reformierte Berufsbildungsgesetz bietet den rechtlichen Rahmen dafür, die Ausbildung bis zu einem Viertel der Dauer im Ausland zu verbringen.

Ausbildungsbetriebe, die sich für das EU-Programm „Leonardo da Vinci“ interessieren, finden ausführliche Informationen zum Programm im Internet.

(BMBF/ml)