Europäische Industrie
2,0 Prozent mehr Industrieaufträge in der Eurozone

Entwicklung der europäischen Industrieproduktion
Entwicklung der europäischen Industrieproduktion

Im August hat die Industrie in der Eurozone (EZ16) um 2,0 % mehr Aufträge erhalten als im Juli. Dieser Zuwachs ist damit etwas geringer ausgefallen als im Juli (+3,0 %). In der EU27 nahmen die Auftragseingänge im August um +1,2 % zu (Juli: 1,6 %). In beiden Bereichen flacht damit der Anstieg etwas ab. Dennoch sind beide Werte ein Indiz für eine sich weiter erholende Konjunktur in Europa. Im Vergleich zum August 2008 nahm der Index der Auftragseingänge im August 2009 in der Eurozone um 23,1 % und in der EU27 um 22,3 % ab.

Werden die für Schwankungen besonders anfälligen Wirtschaftszweige Schiff- und Bootsbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrzeugbau herausgerechnet, dann stiegen die Auftragseingänge im Vergleich mit dem Juli in der Eurozone um 2,4 % und in der EU27 um 2,0 %. Verglichen mit dem August letzten Jahres ergibt sich ein Rückgang um 22,7 % bzw. 22,2 %.

Vergleich mit Juni 2009

Im Vergleich zum Vormonat nahmen im August 2009 die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter in der Eurozone um 3,8 % und in der EU27 um 0,5 % zu. Investitionsgüter fielen in der Eurozone um 0,3 %. In der EU27 stiegen sie hingegen um 2,1 %. Gebrauchsgüter wiesen einen Rückgang von 1,6 % in der Eurozone und von 0,4 % in der EU27 auf. Verbrauchsgüter sanken um 2,5 % bzw. 1,5 %.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten zur Verfügung stehen, verzeichneten sieben Länder einen Anstieg der Auftragseingänge und dreizehn einen Rückgang. In den Niederlanden blieb die Auftragslage stabil. Die höchsten Zuwächse meldeten die Slowakei (+11,8 %), die Tschechische Republik (+3,2 %) und Frankreich (+3,0 %). Die stärksten Rückgänge waren in Irland (-14,6 %), Polen (-10,6 %) und Italien (-6,4 %) zu beobachten.

Vregleich mit August 2008

Im Vergleich zum August 2008 fielen im August 2009 die Auftragseingänge für Verbrauchsgüter in der Eurozone um 7,7 % und in der EU27 um 4,9 %. Gebrauchsgüter nahmen um 18,5 % bzw. 10,5 % ab. Vorleistungsgüter sanken um 25,3 % in der Eurozone und um 24,8 % in der EU27. Investitionsgüter wiesen einen Rückgang um 25,7 % bzw. 25,3 % auf.

Die Auftragseingänge im auftragsorientierten verarbeitenden Gewerbe waren in allen Mitgliedstaaten rückläufig. Die stärksten Rückgänge erlitten Litauen (-42,3 %), Finnland (-37,3 %) und Estland (-37,1 %). Über die geringsten Rückgänge konnten sich die Slowakei (-6,3 %), Frankreich (-12,0 %) und die Tschechischen Republik (-13,6 %) freuen.

Alle genannten Werte stammen vom europäischen Amt für Statistik, Eurostat.

(Eurostat/ml)