Außenhandel im Januar
Exporte gegenüber Vormonat um 6,3 Prozent gesunken

Bundesstatistik
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Auch wenn die deutschen Exporte im Januar 2010 gegenüber dem Januar letzten Jahres um 0,2 % geringfügig zulegen konnten, lässt der Einbruch der Exporte gegenüber dem Vormonat Dezember 2009 um (kalender- und saisonbereinigt) 6,3 % eine besorgniserregende Entwicklung erkennen. Die genau gegenläufige Entwicklung bei den Einfuhren stützt diesen Eindruck. So sanken die Einfuhren zwar gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 %. Im Vergleich zum Dezember stiegen die Einfuhren jedoch um 6,0 %.

In absoluten Zahlen wurden im Januar 2010 von Deutschland Waren im Wert von 63,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro eingeführt.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Januar 2010 Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro (– 1,1 %) versandt und Waren im Wert von 35,7 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Januar 2009 nahmen die Versendungen in die EU-Länder um 1,1 % ab und die Eingänge aus diesen Ländern um 0,5 % zu.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Januar Waren im Wert von 23,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 20,3 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Verglichen mit dem Januar 2009 nahmen die Exporte in die Drittländer um 2,5 % zu und die Importe von dort um 4,6 % ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Januar 2010 mit einem Überschuss von 8,0 Milliarden Euro ab. Im Januar 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 7,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Januar 2010 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 8,7 Milliarden Euro.

(Statistisches Bundesamt/ml)