Unternehmensgründungen
2009 trotz Krise mehr Firmengründungen

Bundesstatistik
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Im Krisenjahr 2009 wurden rund 154.000 größere Betriebe gegründet. Das waren 3,0 % mehr als im Vorjahr. Damit erholt sich die Gründerszene für wirtschaftlich bedeutendere Firmen nicht nur, sie wächst auch gegenüber dem letzten Boomjahr 2007, denn im ersten Krisenjahr 2008 waren diese Betriebsgründungen gegenüber 2007 um lediglich 2,9 % zurückgegangen. Außerdem wurden im Jahr 2009 rund 293.000 Kleinunternehmen gegründet.

Damit haben die Gründungen von Kleinunternehmen – nach einem Rückgang um 7 % im Jahr 2008 – um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr zwar zugenommen, aber die Krisenauswirkungen noch nicht ausgeglichen – die Zeichen stehen jedoch auch bei den Kleinunternehmen auf Erholung. Die Zahl der Gründungen von Betrieben, die im Nebenerwerb ausgeübt werden, stieg um 6,3 % und lag bei knapp 269.000. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen, die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme, erhöhte sich im Jahr 2009 um 3,7 % und betrug rund 864 000.

Die Zahlen bei den Gewerbeabmeldungen fallen hingegen je nach Größenklasse unterschiedlich aus. So wurden 2009 nahezu 129.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung aufgegeben. Das waren 2,1 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Kleinunternehmen, die im Jahr 2009 geschlossen wurden, lag mit rund 305.000 um 5,4 % niedriger als im Vorjahr. Mit etwa 145.000 Betriebsschließungen wurden im letzten Jahr 5,3 % mehr Nebenerwerbsbetriebe aufgegeben als im Jahr 2008. Die Gesamtzahl der Gewerbeabmeldungen (inklusive Betriebsübergaben, Umwandlungen und Fortzüge) lag 2009 bei 728.000 Fällen und damit 0,5 % unter dem Niveau des Jahres 2008.

(Statistisches Bundesamt/ml)