DIHK-Branchenreport
Krise beeinträchtigte Handel weniger als befürchtet

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Deutlich glimpflicher als befürchtet kam der Handel in der Krise davon – das zeigt der aktuelle Handelsreport 2010 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Demnach bewerten mehr als drei Viertel der Händler ihre Lage als gut oder befriedigend. Damit ist die Branche zwar etwas unzufriedener als die Ge­samt­wirt­schaft, sie bleibt aber auf dem Niveau vom Herbst 2009. Die Er­war­tungen für 2010 sind im Großhandel wieder deutlich optimistischer als im Vorjahr. Die Er­war­tungen im Einzelhandel bleiben dagegen etwas zurückhaltender, aber sie verbessern sich immerhin leicht. Das lange Zeit befürchtete dicke Ende beim Konsum dürfte aus­blei­ben – vor allem dank des erfreulich robusten Arbeitsmarktes.

Die Aussichten für das Auslandsgeschäft hellen sich noch einmal deutlich auf. Der exportorientierte Großhandel profitiert von der verbesserten Wirtschaftsentwicklung in nahezu allen Teilen der Welt.

Die Investitionen in der Branche ziehen wieder an, vor allem beim Großhandel und bei den Handelsvermittlern. Sogar der Einzelhandel vermeldet etwas höhere Budgets – Zeichen eines zurückkehrenden Vertrauens in die wirtschaftliche Erholung. Besonders negativ stellt sich allerdings die Situation im KFZ-Handel dar. Stärker investieren werden vor allem große Handelsunternehmen.

Sogar die Beschäftigungspläne im Handel verbessern sich leicht gegenüber dem Wert aus dem Herbst 2009. Sie bleiben aber auf einem niedrigen Niveau, so dass der Handel kaum zum Beschäftigungsaufbau beitragen wird.

Die Handelsreport steht als kostenloser Download im Internet zur Verfügung.

(DIHK/ml)