Produktion und Logistik
Unternehmen können bis zu 30 Prozent Kosten sparen

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Eine engere Verzahnung von Produktion und Logistik könnte deut­schen Unternehmen bis zu 30 % Kosten ersparen. Das ist das Ergebnis der Studie Standortvorteil Deutschland des Vereins Deut­scher Ingenieure (VDI), die heute auf dem 19. Materialfluss-Kon­gress des VDI in Garching präsentiert wurde. Die Studie zeigt auch, dass der Standort Deutschland trotz solcher unausgeschöpfter Potenziale gut aufgestellt ist. Ein Großteil der rund 300 für die Studie befragten Unternehmen glaubt, dass Deutschland noch immer mit den klassischen Standortvorteilen einer hohen Mit­ar­bei­ter­qua­li­fi­ka­tion, einer guten Infrastruktur und hohen Qua­li­täts­stan­dards gegenüber anderen Ländern punkten kann.

Auch Dr. Joachim Miebach, stellvertretender Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik sieht Deutschland ist nach wie vor gut aufgestellt.und fordert: „Wir müssen jetzt unsere Stärken ausbauen und die Schwächen beseitigen.“

Ein Ausbaupotenzial sehen die Experten noch in der aktuell zu schwachen Verzahnung von Produktion und Logistik. Die Studie verdeutlicht, dass durch die sinnvolle Integration von Produktions- und Logistikabläufen bis zu 30 % der Kosten – zudem noch ohne hohe Investitionen – eingespart werden könnten. Gerade als Anlaufland für neue kundenindividualisierte Produkte könnte sich Deutschland bei einer stärkeren Verzahnung als ein erfolgreicher und profitabler Standort profilieren.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass generelle Trends wie der demographische Wandel und der zunehmende Mangel an Nachwuchskräften von vielen der befragten Firmen als Herausforderung verstanden werden. Die meisten Unternehmen stellen sich bereits darauf ein und sehen Migration als einen wesentlichen Lösungsansatz. Auch Trends, wie das steigende Ökologiebewusstsein, die weitere Produktindividualisierung oder die zunehmende Gleichstellung der Geschlechter wirkten positiv stimulierend auf die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland.

Zur Studie

Die Studie ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem VDI, dem Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung (IFU) der TU Braunschweig, dem Beratungsunternehmen Miebach Consulting und der Germany Trade & Invest. Befragt wurden für die Studie Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte in mittelständischen deutschen Unternehmen und Konzernen, rund die Hälfte davon aus der Automobilindustrie und dem Anlagen- und Maschinenbau.

Die Studie Standortvorteil Deutschland steht als kostenloser Download im Internet zur Verfügung.

(VDI/ml)