Soziale Netzwerke

Brauchen Mittelständler Twitter, Facebook & Co.?

Sven-David Müller

Sven-David Müller

Brauchen kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe und Freiberufler sogenannte soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook & Co.? Wenn ja, welche Inhalte müssen da rein? Vor allem: Wer soll diese dann pflegen und schreiben – wenn die Zeit schon für die tägliche Buchhaltung kaum reicht? Hilft nichts, meint Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ex­perte Sven-David Müller: Wer wahrgenommen werden und Neu­kun­den finden will, kommt an den sozialen Netzwerken nicht mehr vorbei. In unserem Podcast nennt er gleich mehrere Beispiele, wie das selbst in kleinen Betrieben funktionieren kann.Müller sagt aber auch: Wenn man sich einmal dafür entschieden hat, in sozialen Netzwerken präsent zu sein, dann muss man die Inhalte auch regelmäßig pflegen und erneuern. Statische Websites, in denen nur alte Nachrichten oder gar nur die Adress- und Handelsregisterdaten zu finden sind, bringen nicht mehr als die Gelben Seiten und mit Sicherheit keine größere Zahl an Neukunden.

Sven-David Müller ist Buchautor, Pressesprecher beim Gesundheitsportal imedo und freiberuflicher PR- und Marketing-Experte. Unser aktueller Podcast ist bereits das zweite Interview mit ihm. Das erste Interview finden Sie hier.

(ml)

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0 Kommentare:

  1. @Hrydry:

    Ein ausgezeichneter Einwand. Überregionale Netzwerke wie Facebook oder Xing machen tatsächlich nur dann Sinn, wenn das betreffende Unternehmen generell im Internet aktiv ist, also dort auch seine Produkte oder Dienstleistungen anbietet. D. h., lediglich regional tätige Handwerksbetriebe (als vielleicht typischstes Beispiel) werden in der Tat kaum von Facebook ausreichend profitieren können.

    Das gilt nicht in gleichem Maße für Twitter. Hier können regionale Netzwerke mit relativ wenig Aufwand aufgebaut und erhalten werden, bei gleichzeitig hoher Effizienz. Beispiel: Eine Bäckerei verkauft ab 18 Uhr seine überzähligen Backwaren zum Sonderpreis. Warum dieses recht unregelmäßige Angebot im Bedarfsfall nicht per Twitter verbreiten, statt zeitaufwendig ein Dutzend potenzielle Kunden anzurufen? Der Aufwand für eine Twitter-Meldung wäre deutlich geringer als jener für die Telefonate – und wahrscheinlich sogar erfolgreicher im Sinne von Neukundengewinnung, deren Telefonnummer man ja nicht hat. Natürlich würde das in ländlichen Regionen nur schlecht funktionieren, aber in Städten mit hoher Kundendichte und vielen Konkurrenten innerhalb des geografisch sinnvollen Einzugsbereichs wäre das sicher ein lohnenswerter Weg. Gleiches gilt für nahezu alle Branchen mit verderblichen Waren oder potenziellen Lagerüberschüssen: Metzgereien, Wirte, aber auch Supermärkte, Boutiquen usw. Handwerker mit Außendienst könnten je nach Tagestour im Bereich der Anfahrtstrecken vorab, oder sogar während der Tour weitere Kunden suchen und diesen günstige Preise anbieten, da sich die Fahrtkostenanteile mit der Zahl der Aufträge verringern. Auch hier werden potenzielle Neukunden erreicht. Und für eine Twittermeldung reicht sogar das Handy als Eingabegerät!

    Allerdings muss sich eine solche Nutzung – wie einst Kleinanzeigen und regionale Radiowerbung auch – erst einmal „einbürgern“. Das wiederum wird nur der Fall sein, wenn sich mittelfristig eine größere Anzahl mittelständischer Unternehmen daran beteiligt. (ml)

  2. Was nützt dem Mittelstand die soziale Netzwerke wenn die Freunde „Kunden“ nicht in der Stadt oder im Viertel wohnen. So viel ich weiß,zeigt die Statistik z.b. bei Facebook das jeder zweite Freund „Kunde“ im Ausland sitzt.

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