Arbeitsmarkt
Arbeitslosenquote blieb im August stabil

Arbeitlosenquoten
Arbeitlosenquoten

Die Erholung der Wirtschaft sorgte auch im August für eine weitere Besserung der Situation am Arbeitsmarkt. Verglichen mit dem Vormonat Juli sank die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) um beachtliche 4000 auf nunmehr 3,188 Millionen. Das sind 283.000 weniger als im August 2009. Die Arbeitslosenquote liegt damit unverändert bei 7,6 %. Besonders erfreulich: Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen saisonbereinigt weiter. Auch die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern hat laut BA erneut zugenommen.

Die Arbeitslosigkeit blieb von Juli auf August praktisch unverändert. Berücksichtigt man aber die üblichen saisonalen Einflüsse, errechnet sich für den August gegenüber dem Juli erneut eine Abnahme, und zwar um 17.000. Auch die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik umfasst, liegt unter Vorjahresniveau.

Saisonbereinigt betrachtet haben sowohl die Erwerbstätigkeit als auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugenommen und damit das Vorjahresniveau überschritten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juli saisonbereinigt um 13.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im Juni saisonbereinigt um 28.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit von Juni auf Juli um 17.000 auf 40,35 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat sie um 137.000 zugenommen.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni nach der Hochrechnung der BA bei 27,66 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das eine Zunahme um 284.000. Ohne den anhaltenden Zuwachs der Teilzeitbeschäftigung (gegenüber dem Vorjahr: +174.000) wäre die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht so deutlich gestiegen. Aber auch die Vollzeitbeschäftigung legt mittlerweile wieder zu (gegenüber dem Vorjahr: +109.000).

Die Zahl der Selbständigen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung und die ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Juli auf 2,87 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 6,7 Prozent.

Bei den der BA gemeldeten Stellen wurden die Vorjahreswerte deutlich überschritten. Ihre Zahl hat im August saisonbereinigt um 4000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im August auf 396.000 Arbeitsstellen, 96.000 mehr als im Jahr davor. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 89 % sofort zu besetzen.

Der Stellenindex der BA ist von Juli auf August um 2 auf 143 Punkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat er 35 Punkte gewonnen. Er liegt damit um 2 Punkte über dem Oktober 2008, dem Monat, bevor die Wirtschaftskrise erstmals am Arbeitsmarkt sichtbar wurde.

Die Kurzarbeit verliert weiter an Bedeutung. Nach vorläufigen Daten wurde im Juni an 406.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 82.000 weniger als im Vormonat und 960.000 weniger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Höhepunkt vom Mai 2009 hat sich konjunkturelle Kurzarbeit um fast drei Viertel reduziert.

Die Situation am Ausbildungsstellenmarkt wird von einem demografiebedingten Bewerberrückgang bei stabilen Ausbildungsangeboten geprägt. So wurden von Oktober 2009 bis August 2010 der Ausbildungsvermittlung der BA insgesamt 445.900 Ausbildungsstellen gemeldet, 9700 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dabei übersteigt die Zahl der gemeldeten Bewerber nach wie vor die Zahl der bislang gemeldeten Ausbildungsstellen. So waren im August noch 70.300 Ausbildungsstellen (gegenüber dem Vorjahr: +5000) unbesetzt, während 97.400 Bewerber (gegenüber dem Vorjahr: -10.300) auf Ausbildungsstelle suchten.

Weitere Daten und Karten der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitslosenquote stehen online zur Verfügung.

(BA/ml)