Mobilität
Energieverbrauchsskala soll Pkw-Vergleich erleichtern

Rainer Brüderle, FDP
Rainer Brüderle, FDP

Das Bundeswirtschaftsministerium versandte Ende letzter Woche an die Bundesländer und Verbände der Automobilindustrie einen Entwurf zur Änderung der PKW-Ener­gie­ver­brauchs­kenn­zeich­nungs­ver­ord­nung (Pkw-EnVKV). Laut Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (s. Bild) soll eine neue Kennzeichnung mit einer farbigen Energieeffizienzskala für mehr Markttransparenz sorgen und dem Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung helfen. Vorgesehen sind außerdem ergänzende Informationen zur Jahressteuer und zu den durchschnittlichen jährlichen Kosten für Kraftstoff oder Strom.

Konkret sollen in den Verkaufsräumen des Handels Hinweisschilder und Aushänge mit den Informationen und farbigen Energieeffizienzskalen die Käufer in Zukunft schneller informieren. Neben den bisherigen Angaben zum Kraftstoffverbrauch und den CO2-Emissionen sind für die Zukunft auch Angaben zum Stromverbrauch der zum Verkauf stehenden Neuwagen vorgesehen.

Die Energieeffizienzklasse für die farbige Kennzeichnung soll dabei auf der Grundlage der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Fahrzeugmasse ermittelt werden. Damit sollen die Effizienzunterschiede von der Fahrzeuggröße entkoppelt und Anreize für sparsame Konzepte in allen Fahrzeugklassen geschaffen werden. Außerdem können die Käufer auf diese Weise die Effizienz verschiedener Fahrzeuge genau der Fahrzeugklasse vergleichen, für die sie sich interessieren.

Die Anhörungen der Bundesländer und Verbände zum Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sind für Ende August/Anfang September geplant.

(BMWi / ml)