Erzeugerpreise im August
Vorleistungsgüter und Energie treiben Preise

Bundesstatistik
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Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im August 2010 um 3,2 % über dem Niveau des August 2009. Im Juli hatte die Jah­res­veränderungsrate +3,7 % betragen. Gegenüber dem Vormonat Juli blieb der Index im August unverändert. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate nahmen die Preissteigerungen für Vor­leis­tungs­gü­ter und Energie. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Er­zeu­ger­preise im August 2010 um 2,5 % höher als im August 2009 und 0,4 % höher als im Juli 2010.

Die Preise für Vorleistungsgüter verteuerten sich gegenüber August 2009 um 5,6 % (+0,5 % gegenüber Juli 2010). Die Energiepreise stiegen im gleichen Zeitraum um 4,8 % (-0,7 % gegenüber Vormonat).

Bei den Vorleistungsgütern lagen die Preise im August 2010 für Metalle um 17,5 % höher als im August 2009 (+1,3 % gegenüber Juli 2010). Nichteisen-Metalle verteuerten sich um 20,9 % (+2,4 % gegenüber Juli 2010).

Chemische Grundstoffe waren im August 2010 um 6,5 % teurer als im August 2009 (+0,2 % gegenüber Juli 2010). Dagegen waren Düngemittel und Stickstoffverbindungen um 2,3 % billiger (+1,7 % gegenüber Juli 2010). Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln verteuerte sich um 25,1 % (+1,0 % gegenüber Juli 2010).

Bei den Hauptenergieträgern zeigten die Preise für Mineralölerzeugnisse gegenüber dem Vorjahresmonat die höchste Veränderung. Sie lagen im August 2010 um 9,7 % höher als im August 2009 (-1,3 % gegenüber Juli 2010). Bei leichtem Heizöl betrug der Preisan­stieg 17,8 % (-1,9 % gegenüber Juli 2010), Kraftstoffe waren 6,5 % teurer (– 0,9 % gegen­über Juli 2010).

Elektrischer Strom insgesamt kostete im August 2010 um 1,4 % mehr als im August 2009 (-1,8 % gegenüber Juli 2010). Für Weiterverteiler war Strom 1,2 % teurer als ein Jahr zuvor (-4,3 % gegenüber Juli 2010), Sondervertragskunden mussten 0,3 % weniger bezahlen (-1,1 % gegenüber Juli 2010).

Die Preise für Erdgas waren im August 2010 um 8,0 % höher als im August 2009 (+0,7 % gegenüber Juli 2010). Erdgas bei Abgabe an Haushalte verbilligte sich um 4,3 % (+0,3 % gegenüber Juli 2010), bei Abgabe an Weiterverteiler stiegen die Erdgaspreise um 16,3 % (+0,1 % gegenüber Juli 2010).

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im August 2010 um 1,4 % im Vergleich zum August 2009, gegenüber Juli 2010 stiegen sie um 0,7 %.

(Statistisches Bundesamt /ml)