DIHK Mittelstandsreport 2011
Fachkräftemangel bremst Aufschwung

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Die Geschäfte des deutschen Mittelstands blühen. Aber um die vorhandenen Auftragschancen auch in Zukunft alle wahrnehmen zu können, brauchen die Unternehmen mehr qualifiziertes Personal. Das zeigt der aktuelle Mittelstandsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Laut Auswertung von über 20.000 Umfrageantworten aus mittelständischen Betrieben will der Mittel­stand in den kommenden Monaten bis zu 300.000 neue Stellen schaffen. Stünden genügend Fachkräfte zur Verfügung, gäbe es vermutlich sogar noch mehr neue Jobs.

Laut Umfrage wollen 23 % der kleinen und mittleren Unternehmen in kommenden Monaten Mitarbeiter einstellen, nur 9 % wollen ihre Belegschaften verkleinern, die restlichen 68 % planen mit unveränderter Personalstärke. Die Expansionspläne betreffen die gesamte Breite der mittelständischen Wirtschaft.

Die stärksten Beschäftigungsimpulse setzt derzeit die Binnenwirtschaft: Kleine und mittelgroße Händler, aber auch die mittelständischen Bauunternehmer und Hersteller von Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten sowie Spielwaren sind so einstellungsbereit wie nie zuvor.

Gleichzeitig spürt der exportorientierte industrielle Mittelstand noch immer eine hohe Nachfrage auf den internationalen Märkten. So wollen etwa die mittelständischen Maschinenbauer in den kommenden Monaten ihre Belegschaften kräftig aufstocken, ebenso kleine und mittelgroße Chemieunternehmen.

Diese Entwicklung führt andererseits jedoch zu einem immer eklatanteren Mangel an Fachkräften. Offene Stellen können zunehmend nicht oder nur schwer besetzt und Geschäftschancen daher nicht im vollen Umfang genutzt werden. Bereits 32 % der kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten sehen darin schon jetzt ein Risiko für ihre Geschäftstätigkeit, vor gut einem Jahr waren es mit 16 % nur halb so viele.

Mit am größten ist der Mangel an technisch-mathematisch versierten Fachkräften. Der Mangel betrifft jedoch längst nicht mehr nur hochqualifiziertes Personal; auch Gastgewerbe und Hotelbranche betrachten die Engpässe zunehmend als Risiko.

Der komplette DIHK-Mittelstandsreport 2011 steht per Download kostenfrei im Internet zur Verfügung.

(DIHK / ml)