Wireless Backhaul
WiBACK schafft Breitband unter harten Bedingungen

WiBACK-Antennen im Testbetrieb
WiBACK-Antennen im Testbetrieb

Getreu dem Motto „Breitband-Internet für alle“ wird auf der CeBIT 2012 die vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS entwickelte Wireless-Backhaul-WiBACK-Technologie auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Halle 26, Stand E08) vorgestellt. Sie soll Internet-Versorgungslücken in ländlichen Gegenden künftig kostengünstiger schließen.

Der Fraunhofer-Gesellschaft zufolge ist WiBACK ist drahtloses Netzwerk, das vorhandene Technologien nutzt, um mit kostengünstigen Routern ein sehr großes Netz von Funkstrecken aufzubauen. Dabei unterstützt das System prinzipiell jede Funktechnologie. Im Sommer 2012 sollen laut Gesellschaft WiBACK-Funknetze in mehreren Subsahara-Ländern Afrikas bereitgestellt werden. Die Anforderungen dabei sind hoch. Prof. Karl Jonas, Projektverantwortlicher bei FOKUS:

„Unsere Technologie muss kostengünstig, wartungsarm, selbstkonfigurierend und robust sein sowie zudem große Entfernungen von mehreren hundert Kilometern überbrücken. Fällt ein Router aus, so müssen die Daten automatisch umgeleitet werden. Nach einer Fehlbedienung soll er sich selbst wieder in einen funktionstüchtigen Zustand versetzen. WiBACK erfüllt all diese Bedingungen.“

Aber auch Deutschland bleibt nicht außen vor. Ein erstes Pilotnetz soll derzeit am Rande des Westerwalds aufgebaut werden. (Quelle: Fraunhofer FOKUS/sp)