Mitarbeiterkontrolle
Kleinere Unternehmen tolerieren Privatsurfen eher

Wie eine BITKOM-Studie unter 800 IT-Verantwortlichen, Datenschutzbeauftragten und Geschäftsführern von Unternehmen ergeben hat, lassen 59 % der Unternehmen zu, dass ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz privat das Internet nutzen. Allerdings gibt es gewaltige Unterschiede, je nach Betriebsgröße.

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Dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. zufolge handhaben große Unternehmen die private Internet-Nutzung strenger als kleine. Firmen mit einem Umsatz über 50 Mio. Euro erlaubten das private Surfen nur zu 13 % ohne Einschränkungen; 56 % untersagten es komplett. Der Grund: Laut BITKOM verfügen Konzerne eher über die Ressourcen und das Know-how, entsprechende IT-Richtlinien festzulegen und technisch auch zu kontrollieren. Kleine Unternehmen verzichten dagegen häufig aus Kostengründen auf solche Einschränkungen. Fast jede zweite Firma (49 %) mit einem Umsatz unter 1 Mio. Euro gestatte das Surfen uneingeschränkt, nur 26 % würden ein vollständiges Verbot aussprechen.

Haftungsrechtlich ist die private Internet-Nutzung am Arbeitsplatz nicht ohne Tücken. BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder empfiehlt daher, in jedem Fall „eine klare Regelung zum privaten Surfen zu treffen – durch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, eine Richtlinie oder eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat.“ (Quelle: BITKOM/sp)