Öko-Leitfaden
So verwertet man Bio- und Grünabfälle klimafreundlich

Kostenfreier Download
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Das Verbrennen oder Kompostieren von Bio- und Grünabfällen ist bereits klimafreundlicher als das Heizen mit fossilen Brennstoffen und der Einsatz von synthetischem Dünger. Aber es geht noch besser: Vor allem Kommunen sollten auf die sogenannte Kaskadennutzung umstellen. Bei dieser Form der kombinierten Verwertung wird Biomasse zuerst energetisch genutzt. Die dabei anfallenden Rückstände werden anschließend zu Kompost verarbeitet. Ein kostenfreier Leitfaden soll den Kommunen nun bei der Umsetzung des Kaskadenkonzepts helfen.

Der Leitfaden Optimierung des Systems der Bio- und Grünabfallverwertung beschreibt, wie Kommunen Abfälle aus Haushalt, Garten und öffentlichen Grünflächen per Kaskadennutzung optimal entsorgen können und wurde vom Öko-Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umweltfor­schung Heidelberg (ifeu) und der IGLux für das Umweltministerium Baden-Württemberg erarbeitet.

Die Broschüre richtet sich an Fachleute für die Abfallentsorgung in Städten und Kommunen und liefert konkrete Checklisten und Handlungsempfehlungen, wie eine getrennte Erfassung und Nutzung der biogenen Reststoffe gestaltet werden kann. Die Experten erarbeiteten den Leitfaden gemeinsam mit Vertretern von vier Landkreisen: Die Praktiker aus Göppingen, Heilbronn, Ravensburg und dem Zollernalbkreis testeten die Informationen und brachten die Sicht der kommunalen Anwender in den kommunalen Ratgeber ein.

„Wichtiger Bestandteil des Leitfadens sind konkrete technische und konzeptionelle Lösungen über alle Stufen des Verwertungssystems hinweg“, erklärt Thomas Turk, Experte für die energetische Nutzung biogener Abfälle bei IGLux. „Er liefert konkrete Hinweise für Maßnahmen zur Sammlung der Abfälle, das Stoffstrommanagement, die Technik der Anlagen sowie für eine optimale Vermarktung der Komposte und der erzeugten Energie.“

Der Leitfaden Optimierung des Systems der Bio- und Grünabfallverwertung steht per Download kostenfrei im Internet bereit. (Quelle: Öko-Institut/ml)