Innenraumnavigation per Smartphone
NAVVIS führt durch Anlagen ohne GPS-Empfang

NAVVIS-Laseraufnahme, © TU München
NAVVIS-Laserkartierung

Wissenschaftler an der Technischen Universität München (TUM) haben die Software NAVVIS entwickelt. Sie soll Nutzern helfen, sich auch ohne GPS-Signal via Smartphone in unübersichtlichen Anlagen wie Kliniken oder Flughäfen zurechtzufinden. Daher setzt die Anwendung überwiegend auf visuelle Informationen.

Laut TUM wird der Komplex zunächst fotografiert, wobei markante Stellen wie z.B. Treppen oder Beschilderungen kartiert werden. Damit Nutzer dann ihren aktuellen Standort bestimmen können, müssen sie zunächst ein Bild ihrer Umgebung aufnehmen. Das Foto wird dann mit den in der Datenbank hinterlegten Aufnahmen verglichen und die Position und Orientierung auf den Meter genau bestimmt. Den Weg zum Ziel weist die App mit Pfeilen in einer 3D-Darstellung. Projektleiter Georg Schroth vom Lehrstuhl für Medientechnik erklärt dazu:

„Mit Zusatzprogrammen lässt sich die Software auch für ‚Augmented Reality‘-Anwendungen nutzen. Damit könnten die Besucher im Louvre die Mona Lisa nicht nur finden, sondern sich auch Informationen zum Gemälde oder weitere Werke von da Vinci zeigen lassen.“

Zurzeit wird das Programm an der TUM getestet, und zwar auf dem TU-Stammgelände selbst, das sich „mit seinen vielen Stockwerken und verwinkelten Korridoren“ als „ausgezeichnetes Testszenario“ darstelle. (Quelle: TUM/sp)