Mergers & Acquisitions
China kauft sich verstärkt im Ausland ein

Graduating up the Value Chain – China’s overseas Revival, © Deloitte
Kostenfreier Download (englisch)

Einer Deloitte-Studie zufolge ziehen die Käufe und Beteiligungen von China-Playern an ausländischen Firmen im laufenden Jahr wieder an, nachdem sie 2012 etwas zurückgegangen waren. Dabei waren und sind deutsche Unternehmen offenbar sehr interessant – auch wenn die Entwicklung hier etwas anders als der Trend verläuft: In den ersten Jahreshälfte 2013 ging das zählbare chinesische Engagement deutlich zurück.

Das liegt u.a. daran, dass die chinesischen M&A-Aktivitäten in Deutschland 2012 ein Rekordniveau erreicht hatten: Mit 17 Deals hatte dieser Bereich eine 89-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Die Deloitte-Experten rechnen aber mit einem spürbaren Anziehen in der zweiten Jahreshälfte 2013.

Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erklärt, ging und geht es den Investoren vor allem um den Best-Practices-Transfer im Technologiebereich und um den Markteintritt in Deutschland. Die größten Hindernisse bei M&As in Deutschland sind nach Angaben von Deloitte neben der oft auffallenden Unerfahrenheit und schlechten Vorbereitung seitens der Interessenten das komplexe deutsche Steuersystem und die starke Regulierung, aber auch der fehlende Draht zur Belegschaft und eine inadäquate Kommunikationskultur. Europaweit komme die oft wenig kooperative Haltung des Managements der Kaufobjekte hinzu.

Die englischsprachige Studie „Graduating up the Value Chain – China’s overseas Revival“ gibt es bei Deloitte kostenfrei als PDF zum Herunterladen. (Quelle: Deloitte/sp)