Getrübte Stimmung im Mittelstand
KMU bleiben trotzdem der wichtigste Arbeitgeber

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer Oktober 2014, © KfW
KfW-ifo-Mittelstands­barometer 10/2014

Dem KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für Oktober 2014 zufolge schätzen die mittelständischen Unternehmen in Deutschland erstmals seit Dezember 2012 die Entwicklung ihrer Geschäfte auf Halbjahressicht mehrheitlich pessimistisch ein. Die Erwartungen gingen um 5,0 Zähler auf -4,1 Saldenpunkte zurück. Dabei bewertete der Mittelstand die aktuelle Geschäftslage durchaus als stabil positiv (+0,1 Zähler auf 20,3 Saldenpunkte).

Das mittelständische Geschäftsklima insgesamt gibt aber laut KfW wegen der deutlich trüberen Erwartungen zum siebten Mal in Folge nach (-2,5 auf 8,1 Saldenpunkte).

Wie die KfW erklärt, droht die konjunkturelle Schwäche allmählich auch auf die bisher verlässlichen Treiber der Binnennachfrage – Arbeitsmarkt und Konsum – überzugreifen. Erste Warnsignale seien der im Oktober besonders bei den großen Firmen ausgeprägte Rückgang der Beschäftigungserwartungen (Mittelstand: -0,5 Zähler auf 6,9 Saldenpunkte; Großunternehmen: -4,1 Zähler auf 3,8 Saldenpunkte).

Bei der Vorstellung des KfW-Mittelstandspanels 2014 vor drei Wochen betonte die KfW jedoch die tragende Rolle des Mittelstands für den Arbeitsmarkt in Deutschland: Demnach sind 28,6 Mio. Menschen dort beschäftigt, das sind 68,3 % aller Arbeitnehmer und 522.000 Personen mehr als im Vorjahr. Zudem hätten 2013 87 % aller Auszubildenden ihre Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen begonnen. Noch nie zuvor sei dieser Wert so hoch gewesen.

Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer gibt es bei der KfW als PDF zum Herunterladen. (Quelle: KfW/sp)