Implisense, Teil 2
Gründer müssen auch profane Probleme anpacken

Dr. Andreas Schäfer, CEO Implisense GmbH
Dr. Andreas Schäfer, CEO Implisense GmbH

Im ersten Teil dieses Interviews schilderte uns Dr. Andreas Schäfer, CEO und Mitgründer der Implisense GmbH seine Geschäftsidee. Im zweiten Teil geht es jetzt um den Weg von der Idee zum realen Unternehmen, die neu gewonnenen Kunden des Start-ups, die gesammelten Erfahrungen und natürlich die Pläne für die Zukunft. Außerdem wie immer: Elementare Tipps für den Gründeralltag.

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Zwei Jahre sind seit der Gründung der Implisense GmbH im Jahr 2013 vergangen, und zu den rund 30 Kunden und Partnern des Berliner Start-ups zählen bereits Weltkonzerne wie Cisco, Telekom, Microsoft und SAP. Wie geht das? Was machen weniger erfolgreiche Gründer falsch?

Manche schließen sich die ersten Monate ein und tüfteln und feilen an ihren Konzepten; das sei der falsche Weg, mahnt der umtriebige Berliner. Ein Gründer müsse raus zum Kunden und das Gespräch mit ihm suchen, denn der Kunde wisse am besten, was er sich vom Produkt oder von der Dienstleistung erwartet.

Außerdem rät der erfahrene Gründer, nicht sofort aus dem Hochschulstudium heraus loszulegen. Denn dann fehle es an der nötigen Berufserfahrung. Das führe unter anderem dazu, scheinbar banale Probleme des Gründeralltags zur Seite zu schieben, um sich den vermeintlich wichtigeren Dingen zu widmen. Aber gerade in diesen banalen Problemen versteckten sich zahlreiche Detailfragen, an denen man oft in der harten Realität scheitere.

Und wo soll die Reise des Start-ups hingehen? Für Dr. Schäfer eine klare Sache: Es gehe darum, die Dienstleistungen des jungen Unternehmens in die „Ökosysteme“ der Kunden zu integrieren, damit diese den Service wiederum in ihren eigenen Kundenkreisen anbieten können.

Wir wollen noch wissen, was den Berliner Gründer in den zwei Jahren Anlaufzeit am meisten überraschte. Das sei die Erfahrung gewesen, „dass Großkonzerne, denen ich das früher nicht zugetraut hätte, sich jemals für so kleine Unternehmen wie das unsere interessieren würden. Das tun sie aber mittlerweile.“ Eine Erkenntnis, die wohl auch anderen Gründern Mut machen dürfte. (Podcast: mtx/Text: ml)