Eco-Building Toolkit
Das Ökohaus zum Selberbauen gibt es als 3D-Modell

Ökohaus im 3D-Druck, © Alexander Babich – Fotolia

Nicht nur Hardware aus dem 3D-Drucker, sondern auch ganze Häuser lassen sich mit einer offenen Lizenz für jedermann zum Nachbauen ins Internet stellen. Der gelernte Teilchenphysiker Marcin Jakubowski und seine Frau Catarina Mota wollten für sich ein Haus nach ökologischen Prinzipien entwerfen, mit Baustoffen aus der Umgebung, eigener Stromversorgung und der Möglichkeit, selber Lebensmittel zu erzeugen. Daraus entstand 2013 in Missouri zunächst ein Mikrohaus mit einer Wohnfläche von 13 m².

Da das Konzept von vornherein Erweiterungen vorsah, ist daraus bis heute die 185 m² große Factor e Farm geworden. Um nun auch andere Personen in die Lage zu versetzen, eigene Ökohäuser zu bauen und um die eigenen Erfahrungen weiterzugeben, hat Jakubowski das Eco-Building Toolkit entworfen. Es soll die Konstruktion eines Hauses zu Materialkosten von rund 25.000 US$ und innerhalb von fünf Tagen erlauben. Für die Finanzierung des Projekts mit der Bezeichnung Open Building Institute (OBI) wurde eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen, die insgesamt 80.000 US$ einbringen soll.

Bereits zu weiten Teilen fertig ist eine Bibliothek mit 3D-Modellen der verschiedenen Bauteile wie Fenster, Seitenwänden, Dach etc. und Anleitungen für die Konstruktion. Die Pläne und Dokumente sind Open Source und dürfen frei heruntergeladen und verwendet werden.

Marcin Jakubowski ist bereits länger in der Open-Source-Szene aktiv. Bevor er mit dem Hausbau begann, gründete er das Projekt Open Source Ecology, für das er die 50 Maschinen identifizierte, die zum Aufbau einer Zivilisation erforderlich sind. Im Rahmen des Projekts sollen Pläne und Methoden entwickelt werden, um die Baupläne für diese Maschinen gemäß den Richtlinien von Open Source frei zur Verfügung zu stellen. (Quelle: Engineering.com/rf)