Rechenzentren und Infrastruktur
Edge, Cloud und Open­Metrics sind die Schwer­punkte der Heise-RZ-Beilage

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Für die Aus­gabe 3/2017 der Heise-Bei­lage „Rechen­zentren und Infra­struktur“ hatte Fach­autorin Ariane Rüdiger bereits einen Bei­trag zu Mikro-Rechen­zentren bei­ge­steuert. Das Phäno­men ist mittler­weile unter dem Label „Edge Com­puting“ viru­lent. Darum findet sich nun in Aus­gabe 3/2018 ein Up­date aus Data­center-Per­spek­ti­ve zu diesem boomen­den Marktsegment.

Edge Computing ist ein bereits schillernder Begriff. Das liegt daran, dass die Treiber der Entwicklung recht vielfältig sind. Gemeinsam ist ihnen, dass die Cloud im Zentrum zu weit entfernt ist für die geforderten Latenzen und Leistungen. Das gilt für autonome Fahrzeuge auf der Autobahn, die in Sekundenbruchteilen reagieren müssen, genauso wie für Streaming-Dienste, die hohe Qualität versprechen, und für IoT-Anwendungen, die irgendwo dazwischen liegen (Industrie 4.0 und Bildanalyse, Smart Grids, Smart Cities etc.). Die logische Folge sind eben feldnahe Systeme, sogenannte Mikro-RZ.

„Sie bestehen nur aus einem oder sehr wenigen Schränken, die sicher, möglichst autonom und wenig platzraubend mehr oder weniger überall stehen können: am Straßenrand genau wie am Rand einer Fertigungslinie, im Schaltschrank eines Stromversorgers oder im Keller von Smart Homes und mehr oder weniger durchautomatisierten Bürogebäuden“,

erklärt Ariane Rüdiger in ihrem Schwerpunktbeitrag. Er umfasst eine gründliche Marktsichtung und sortiert die Lösungen jeweils im Hinblick auf deren konkrete Einsatzzwecke. Als Seitenstück dazu lässt sich der Pure-Storage-Bericht lesen, der das neue Data-Hub-Konzept vorstellt.

Auf zwei weitere Fokusthemen dieses Heftes ist ausdrücklich hinzuweisen: Zum einen erklärt Richard Hartmann (SpaceNet) persönlich, was sich bereits heute mit PromQL-Abfragen bei Prometheus machen lässt und was sein OpenMetrics-Projekt darüber hinaus leisten soll – das sollten nicht nur die Monitoring-Spezialisten künftig genau im Auge behalten. Zum anderen gibt Axel Oppermann einen Überblick über den derzeitigen Cloud-Markt, den zwei gegenläufige Bewegungen kennzeichnen: Das Volumen wächst, die Zahl der Player schrumpft. „Sieben, acht Marktgrößen dominieren auf absehbare Zeit den Cloud-Markt“, konstatiert er. Namentlich sind das Amazon, Google, Microsoft, IBM, Salesforce, Alibaba, Oracle und SAP. „Der Markt für Public-Cloud-Lösungen ist trotz Wachstum, einer Vielzahl von Anbietern und neuen Modellen auf dem Weg, sich zu einem Angebotsoligopol zu entwickeln.“

Auch das übrige Heft hält ein erfreulich hohes Niveau. Das gilt für die eChiller-Analyse ebenso wie für die Reportage zum Windcore-Projekt von WestfalenWind im Windpark Asseln – dort befindet sich das Rechenzentrum direkt im Fuß eines Turbinenturms – und für den Bericht von der Academic Cloud: Niedersachsen hat auf ownCloud-Basis „Filesharing für die Forschung“ eingerichtet. Zu den weiteren Extrathemen gehören Echtzeitspiegelungen für Datenbanken und typische Schnittstellenprobleme bei der RZ-Gesamtplanung.

Die Beilage „Rechenzentren und Infrastruktur“ gibt es zum iX-Oktoberheft 10/2018 sowie als freies Volltext-PDF im Pressezentrum des MittelstandsWiki.