IT-Unternehmen stellen sich vor
Andreas Tschas soll Öster­reich di­gi­tal Dampf machen

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Während c’t-Abonnen­ten in den PLZ-Be­rei­chen 8 und 9 zur Aus­ga­be 23/2018 eine Bayern-Bei­lage be­kom­men, fin­det man dem Heise-Maga­zin jen­seits der Lan­des­grenze eine eigene Öster­reich-Beilage eingefügt.

An erster Stelle interessant ist der Beitrag von Michael Praschma zur österreichischen Digitalstrategie – nicht nur aus deutscher Perspektive; auch im Land selbst dürften die wenigsten wissen, wie die Regierung unter Kanzler Kurz die anstehenden Digitalisierungsaufgaben lösen will. Zuständig ist in Österreich erstens das neue Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unter der Leitung von Dr. Margarete Schramböck, zweitens natürlich weiterhin das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie von Norbert Hofer sowie drittens eine ganz neue FFG-Digitalisierungsagentur namens DIA, der Andreas Tschas vorsteht.

Man darf kompetenzmäßig also gespannt sein, vor allem wenn es um Fragen des 5G-Rollouts geht. Denn Österreich hat derzeit zwar ein ausgesprochen gutes Mobilfunknetz – so gut, dass keiner einsieht, warum es Glasfaserstrecken braucht –, aber der künftige Mobilfunkstandard wird genau diese Strecken brauchen, um die enorm gesteigerten Datenvolumina weiterzuschaufeln. Vom Stand des Breitbandausbaus berichtet in der Austria-Beilage der Infrastruktur-Themenbeitrag von Dirk Bongardt. Thematisch verwandt ist außerdem der Smart-City-Report von Friedrich List. Anders als Deutschland hat Österreich nämlich bereits seit 2010 eine nationale Smart-City-Initiative – und eine ganze Reihe von Stadt- und Regionalkonzepten, nicht nur in Wien, sondern auch in Salzburg, Graz oder Klagenfurt. Ein separater Beitrag von Mehmet Toprak erklärt außerdem, welche Gründerzentren, Beteiligungsmodelle, Hightech-Inkubatoren und Start-up Accelerators den Weg einer Erfindung und Geschäftsidee auf den Markt verkürzen können.

Abgerundet wird das Ganze durch eine Übersicht über die wichtigsten IT-, Tech- und Industriemessen in Wien, Innsbruck und Salzburg sowie durch einen Ausblick ins weite Feld von Smart bzw. Digital Farming. Die Digitalisierung der Landwirtschaft ist derzeit zwar ein erst keimendes Pflänzchen, das aber kräftiges Wachstum verspricht. Taugliche Anwendungen gibt es bereits, von Big Data in der Rinderzucht (D4Dairy) bis zur handlichen Farmdok-App.

Die c’t-Beilage „IT-Unternehmen aus Österreich stellen sich vor“ gibt es auch kostenfrei als Volltext-PDF zum Herunterladen im Pressezentrum des MittelstandsWiki.

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