IT-Unternehmen stellen sich vor
Programmierer bewerben sich lieber nach München

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Zur c’t 23/2018 ist die zweite Heise-Re­gio­nal­beilage er­schie­nen, dies­mal für die Post­leit­zahlen­bereiche 8 und 9, also vor­wie­gend in Bayern aber auch Tei­len Thü­rin­gens. So wie es aus­sieht, er­fah­ren Un­ter­neh­men vor allem in Mün­chen vom IT-Fach­kräfte­mangel nur aus der Presse, denn „Soft­ware-Entwickler zieht es nach Süden“.

Die wesentlichen Faktoren dieser Binnenmigration beschreibt Mehmet Toprak in einem Schwerpunktbeitrag: Dazu zählt neben guten Gehältern und ordentlichen Karrierechancen auch eine vielversprechende Work-Life-Balance im Angesicht der Alpenkette und nicht zuletzt das starke technologische Umfeld aus Autoherstellern, Medien, Medizintechnik sowie Luft und Raumfahrt. Unterdessen widmet sich Friedrich List einer IT-Anwendergruppe: den bayerischen Bauern. Er schreitet das Feld von Precision Farming über Smart Farming bis zu Digital Farming ab. Eine maßgebliche Rolle spielt bei der Digitalisierung der süddeutschen Landwirtschaft natürlich die BayWa.

Aus kommunaler Sicht interessant ist außerdem der Smart-City-Report, auch deshalb, weil entsprechende Projekte nicht nur in den Städten laufen (in der Landeshauptstadt vor allem in Freiham und Neuaubing-Westkreuz), sondern tourismusgetrieben auch in der Fläche (Beispiel: das Allgäu in der Bayern-Cloud). Und nicht zuletzt hat Ministerpräsident Markus Söder ja große Pläne: Selbst wenn Bayern nicht direkt ins All fliegt, soll es doch zumindest Flugtaxi-Weltmeister werden. Bei Ingolstadt laufen tatsächlich schon handfeste Versuche. Die Basis dieser hochfliegenden Pläne ist allerdings die digitale Vernetzung, und in diesem Punkt sieht es in Bayern nicht anders aus als anderswo auch: Städte und Metropolregionen hui, in der Fläche so lala.

Außerdem gibt es zwei systematische Übersichten im Heft: Da wäre zum einen die nach Standorten sortierte Liste der Innovationsparks, Gründerzentren und Tech-Inkubatoren, die Start-ups den Brückenschlag zu bestehenden Unternehmen und der Wirtschaft wiederum den Kontakt zu Forschung und Innovatoren erleichtern sollen. Zum anderen hat Dirk Bongardt einen guten Überblick über die Messelandschaft rund um die Standorte München, Nürnberg und Augsburg mit den Schwerpunkten ITK und Digitalisierung/Automatisierung zusammengestellt. Die Regionalbeilage gibt es im Pressezentrum des MittelstandsWiki auch online als freies PDF im Volltext.