Business Intelligence
Selfservice-Werkzeuge zur Daten­analyse über­raschen mit Einsichten

© Tableau Software

Seit letzter Woche gibt es bei Heise Business Services ein aus­ge­sprochen lesens­wertes White­paper, das auch für Nicht­fach­leute gut ver­ständ­lich er­klärt, wo die Un­ter­schiede zwi­schen klas­si­scher Ge­schäfts­daten­analyse (Business In­tel­li­gence) und visuell orien­tier­ten Self­service-Analytics liegen: „Bau­steine einer mo­der­nen Analyse­plattform“.

Verfasst hat es die Analytics-Spezialistin Jen Underwood, Impact-Analytix-Gründerin und seit Frühsommer 2018 Senior Director bei DataRobot, zusammen mit Dan Kogan, seines Zeichens Marketing-Stratege beim Auftraggeber Tableau Software. Er hat sich aber vorbildlich zurückgehalten, sodass sich ein ausgesprochen brauchbarer Ratgeber ergibt, der praktisch frei von produktspezifischen „Benefits“ argumentiert und auch ohne das übliche Analystengeschwätz und „Infografiken“ für Dummies auskommt. Stattdessen bekommt man als Leser in vernünftigen ganzen Sätzen einen guten Überblick über die Materie. Fachbegriffe und wichtige Analytics-Konzepte sind in einem ausführlichen Anhang nachvollziehbar erklärt (und bei den Vorkommen im Text verlinkt).

Wichtig fürs Verständnis ist zum einen, dass IT und Geschäftsbetrieb keine getrennten Disziplinen mehr sind (Stichwort: DevOps). Entscheider müssen sich nicht damit abfinden, welche Daten die IT für sie aufbereitet, sondern bekommen selbst Werkzeuge an die Hand, um eigene Analysen anzustellen. Die IT muss sich im Gegenzug nicht mit Änderungsanforderungen herumschlagen, sondern kann sich auf Datensicherheit, Datengenauigkeit etc. konzentrieren und effiziente Pipelines einrichten. In der Praxis stößt man daher regelmäßig auf interessante Zusammenhänge, die wie nebenbei aufleuchten und zunächst gar nicht im Fokus der Suche standen.

Wichtig ist zum anderen, dass diese Selfservice-Werkzeuge zur Datenanalyse visuell ausgerichtet sind. Das bedeutet erstens, dass man dafür keine Programmierkenntnisse braucht, und es bedeutet zweitens, dass man auf einen Blick Muster identifiziert, Tendenzen ausmacht, Ausreißer erkennt etc. – das menschliche Auge ist tatsächlich „eines der mächtigsten Werkzeuge der Welt“. Und: Die visuelle Ausrichtung ist dann bereits der entscheidende Schritt bei jeder weiteren Überzeugungsarbeit, Argumentation und Präsentation.

Der Download bei Heise ist kostenfrei, aber registrierungspflichtig, das heißt: Man bekommt das Whitepaper gegen Angabe der Kontaktdaten auf dem Account-Formular – was sich in diesem Fall durchaus lohnt.