Schaltschrankbau
Weidmüller entwickelt Werkzeugwagen mit variablen Werkzeugeinsätzen

© Weidmüller GmbH & Co. KG

Durch dreigeteilte Schaumstoffeinsätze für applikationsspezifische Schubladen-Layouts, Beschriftungsfelder mit QR-Codes zur schnellen Identifizierung fehlender Werkzeuge und optionale Anbauteile soll der neue Werkzeugwagen die Arbeit effizienter gestalten.

Klassische Arbeitsplätze stehen momentan nicht im Fokus. Die allgegenwärtigen Schlagworte sind eher Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung, oft in Verbindung mit der Digitalisierung und Automatisierung. Dabei gibt es bei Themen wie dem Schaltschrankbau, der auch in absehbarer Zeit noch viel Handarbeit erfordert, noch großes Verbesserungspotenzial. Weidmüller hat deshalb einen Werkzeugwagen basierend auf den 5S- und Lean-Prinzipien zur Arbeitsgestaltung speziell für den Schaltschrankbau entwickelt. Er soll durch die Standardisierung von Arbeitsplätzen Zeit einsparen.

Konkret erhält in dem Werkzeugwagen jeder Gegenstand durch Aussparungen in Schaumstoffeinsätzen seine feste Position. Standardwerkzeuge werden in direkter Griffdistanz positioniert, zudem liegen Tools, die häufig zusammen genutzt werden, in unmittelbarer Nähe zueinander. Diese Anordnung soll die Such-, Zugriffs-, Aufräum- und Kontrollzeiten um bis zu zehn Prozent reduzieren, so der Hersteller. Die Einsätze sind laut Weidmüller universell bestückbar, sodass der Anwender sie nach seinen Anforderungen gestalten kann. Damit trotzdem sofort ersichtlich ist, welches Werkzeug wohin gehört, lassen sich die Aussparungen mit MultiCard-Markierern und QR-Codes kennzeichnen. So fällt am Ende eines Arbeitstags sofort auf, ob und welche Werkzeuge fehlen. Diese Markierungen ermöglichen zudem die Weiterleitung zum Online-Katalog mit allen relevanten technischen Daten.

Der Werkzeugwagen lässt sich zusätzlich mit Automaten und Druckern ausstatten. Die dreigeteilten Schaumstoffeinsätze ermöglichen applikationsspezifische Schubladen-Layouts. Serienmäßige Lochwände an beiden Stirnseiten sowie eine optionale Lochwand an der Rückseite stellen das nachträgliche Anbringen von Zusatzelementen sicher. Der Anwender erhält auf diese Weise eine auf ihn zugeschnittene Produktionsinsel, so Weidmüller.