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Heise-Beilage sichtet Technologie-Innovationen

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Zu den Dezember­heften der Heise-Magazine c’t, iX und Technology Review gab es die Themenbeilage „IT- und Techno­logie­unternehmen stellen sich vor“ 2/2019. Die redaktio­nellen Themen reichen von KI und 3D-Druck bis zu Luft­taxis und „Frucht­saft in Seetang­flaschen“. Das Heft gibt es im Mittelstands­Wiki jetzt als freies Volltext-PDF zum Download.

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Interessanten Lektürestoff bieten zunächst die Innovationsreports zu nachhaltiger Verpackung und aus der Welt der Urban Air Mobility: Seit dem Verpackungsgesetz 2019 ist der Bedarf an entsorgungsfreundlichen, recycelbaren Lösungen noch einmal gestiegen. Friedrich List hat sich umgesehen, was mit Bio-Material bereits möglich ist: Packformen aus Pilzkulturen, PE-Folie aus Zuckerrohr, kompostierbare Kunststoffflaschen oder eben die spektakulären essbaren Ohoo-Hüllen aus Seetang. Neues gibt es auch von der Lufttaxi-Entwicklung zu berichten. Interessant ist dieses Feld auch deshalb, weil sich hier ganz große Player wie Airbus ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Senkrechtstarter-Start-ups wie Lilium aus Weßling bei München oder Volocopter aus Bruchsal liefern.

Härterer Stoff ist der Beitrag von David Schahinian: „Wer haftet, wenn der Drucker patzt?“, fragt er und leuchtet die dunkleren Winkel der additiven Fertigung aus. Neben dem Urheberrecht ist vor allem die Produkthaftung kritisch. Im 3D-Druck oszilliert sie derzeit noch zwischen CAD-Datei, Herstellern und Endprodukt. Die ersten Versicherer haben ihre Betriebs- und Produkthaftpflicht-Policen aber schon an die neuen Risiken angepasst. Offene Fragen prägen auch das Thema künstliche Intelligenz. Dazu gehört immer mehr auch die Frage, inwieweit KI-Entscheidungen nachvollziehbar und begründbar sind bzw. sein sollten. Explainable AI lautet das Stichwort dieses Schwerpunktbeitrags.

Abgerundet wird die Beilage durch eine solide Übersicht von Torsten Kleinz zu den derzeitigen IT-Gehältern, aufgeschlüsselt nach Branchen. Er gibt allerdings auch zu bedenken, dass Geld nicht alles ist. Die neue Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) zum Beispiel verspricht zwar keinen Spitzenverdienst, dafür aber dieses: „30 Tage Jahresurlaub, Homeoffice, garantierter Freizeitausgleich, Möglichkeit zur Teilzeitarbeit und sogar ein Eltern-Kind-Büro“.

Und schließlich rückt zurzeit noch ein Beitrag ins Rampenlicht, der Ende 2019 so viel Relevanz vermutlich nicht erwartet hätte: die rechtzeitige Ordnung des digitalen Nachlasses. Praktisch geht es im Report von Michael Praschma um die Frage, wer sich mit den Accounts und Passwörtern von Mitarbeitern auskennt, die lange oder länger ausfallen – aus welchen Gründen auch immer. Designierte Nachfolger sind sinnvoll, aber auch das klappt nur, wenn die Schatten-IT sich in engen Grenzen hält.

Das komplette Beilagenheft gibt es im Pressezentrum des MittelstandsWiki kostenfrei als PDF.