Beteiligungskapital

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Gute Konzepte haben gute Chancen

Von Jeanine Kulhava

Sowohl Gründer als auch Unternehmer stehen oft vor dem Problem, dass sie für größere oder risikoreiche Projekte ausreichendes Kapital auftreiben müssen. Der Unterschied: Erfolgreiche Unternehmen genießen in der Regel bereits das Vertrauen ihrer Hausbank und können außerdem die nötigen Sicherheiten bieten, um Kredite zu bekommen. Das aber bleibt Neugründern aus Mangel an beidem verwehrt. Doch wie gelangt man an Sicherheiten – also in der Regel an Bürgschaften – wenn man noch keine Erfolge nachweisen kann und nur wenig Eigenkapital zur Verfügung steht? Die Antwort heißt: Beteiligungskapital.

Bei diesem Finanzierungsmodell stellen Beteiligungsgesellschaften oder private Investoren Kapital ohne die banküblichen Sicherheiten in Form von Stamm- oder Grundkapital oder auch als Stille Beteiligungen zur Verfügung. Eine Garantie für den Erhalt von Beteiligungskapital gibt es zwar nicht – doch haben schlüssige und erfolgversprechende Konzepte gerade in technologieorientierten Branchen meist gute Chancen.

Private Equity mit Hintergedanken

Hinzu kommt, dass Beteiligungen staatlich gefördert werden, und zwar durch sogenannte „dritte“, staatliche Beteiligungsgeber, die in der Regel wesentlich niedrigere Renditeerwartungen haben als private Beteiligungsgeber.

Private Beteiligungsgesellschaften (Private Equity) tragen im Gegensatz zu staatlichen Refinanzierern das volle Risiko für ihre Beteiligungen und dafür erwarten sie meist ein gewisses strategisches Mitspracherecht innerhalb des Unternehmens. Auf das Tagesgeschäft hat dies meist keinen Einfluss – dennoch wollen die Geldgeber sichergehen, dass ihre Investition auch tatsächlich zu einer Steigerung des Unternehmenswerts bzw. zu einer ertragreichen Unternehmensgründung führt. Denn Beteiligungsgesellschaften beziehen ihr Kapital wiederum von anderen Institutionen wie Pensionskassen, Stiftungen oder Versicherungen – und diese erwarten gute Rendite.

BG als Fördermittelgeber

Öffentliche Beteiligungsgesellschaften hingegen sind Selbsthilfeinstitutionen der Wirtschaft und somit nicht erwerblich orientiert. Ihre Gesellschafter sind anders als bei privaten Beteiligunsgesellschaften Kammern, Verbände und Banken und wollen in der Regel keinen Einfluss auf die geschäftliche Administrative nehmen.

Die meisten öffentlichen Beteiligungsprogramme sind auf den kleineren Mittelstand zugeschnitten und können sich daher schon mit relativ niedrigen Beträgen und mit Rückzahlung zum Nominalwert an Kleinunternehmen beteiligen. Beim ERP-Beteiligungsprogramm der KfW Mittelstandsbank z.B. refinanziert die KfW den Beteiligungsgeber zu einem besonders günstigen Refinanzierungssatz und mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren für Innovationsprojekte, strukturelle Umstellungen, Erweiterungs- oder Rationalisierungsprozesse von Betrieben sowie bei erfolgversprechenden Neugründungen. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Gruppenumsatz bis zu 50 Mio. Euro jährlich.

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