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Lernerfolg entsteht in der Anwendung

Antonioguillem

Von Annika Willers, Coursepath

Zu den neuen digitalen Möglichkeiten des Lernens greifen immer mehr Unternehmen zur Mitarbeiterbildung und -qualifizierung. Tendenz: weiter steigend. Aber wie wird Wissen durch Online-Kurse erfolgreich vermittelt? Welche Voraussetzungen sollten erfüllt werden, damit die Inhalte auch nachhaltig in den Köpfen der Mitarbeiter hängen bleiben und sich ihre Arbeitsleistung dauerhaft verbessert? Die folgenden sieben Tipps geben eine Hilfestellung für erfolgreiches Online-Training.

Sieben Tipps für erfolgreiches Online-Training

Individuelle Trainingsinhalte

Den besten Lernerfolg erzielen Inhalte, die bedarfsgerecht auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sind. Zu bestimmten Themen wie z.B. zum Arbeitsschutz sind vorgefertigte Bausteine möglich, aber sie sollten immer mit internen Informationen angereichert werden und einen konkreten Bezug zum Unternehmen herstellen. Auch wenn das zunächst aufwendig erscheint: Langfristig zahlt sich eine Konzentration auf die Inhalte aus.

Bei der Technik kann dieser Aufwand wieder eingespart werden. Mit einer SaaS-Lösung stellt ein externer Anbieter die komplette IT-Infrastruktur des Learning-Management-Systems (LMS) zur Verfügung und kümmert sich um dessen Software-Entwicklung, Pflege und Wartung.

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Annika Willers schreibt und recherchiert seit ihrem Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften in Stockholm über Kommunikationsentwicklungen im Internet und ihre Auswirkungen auf Benutzer. Seit 2015 arbeitet sie bei der deutsch-niederländischen Firma Viadesk als Marketing Specialist für die SaaS-Trainingsplattform Coursepath.


Viadesk GmbH, Anna-Schneider-Steig 5, 50678 Köln, Tel.: 0221-828293-64, Fax: 0221-828293-66, info@coursepath.de, www.coursepath.de

Abwechslungsreiche Aufbereitung

Informationen, die durch ellenlangen Text vermittelt werden, bleiben den Lernenden sehr viel schlechter in Erinnerung als multimedial angereicherte Inhalte mit erklärenden Animationen, Bildern und Videos. Viele Learning-Management-Systeme bieten darum z.B. eine automatische Konvertierung von PowerPoint-Präsentationen in Online-Kurse an. Damit ist eine Schulung zwar nicht final erstellt, aber ein guter Anfang ist gemacht. Diese Inhalte kann man dann um Tabellen, Fotos, Audio- oder Videodateien, Grafiken und Slideshows ansprechend ergänzen.

Microlearning – Lernen in Häppchen

Microlearning ist das Lernen in kurzen Einheiten: Die Teilnehmer eines Online-Trainings durchlaufen knapp gehaltene Sequenzen, die sie jederzeit unterbrechen und neu aufgreifen können. Damit bleiben die Inhalte besser im Gedächtnis, und die Lernenden sind konzentrierter bei der Wissensaufnahme.

Hilfreich beim Microlearning ist eine Trainingsplattform, bei der die Teilnehmer ihre Kurse über das Internet von jedem Endgerät aus abrufen können. Die Kurse lassen sich dann flexibel in den Arbeitsalltag integrieren, weil die Lernenden zu einem Zeitpunkt, der für sie passt, einzelne Module abrufen und bearbeiten können.

Lernen durch Anwenden: Die 70-20-10-Regel

Größtenteils (zu 70 %) findet Lernen durch Anwendung statt. Trainingsexperten sprechen von der 70-20-10-Regel:

  • Durch formelles Training wie Texte oder Präsentationen werden nur 10 % der beruflichen Qualifikationen erlangt.
  • Zu 20 % lernen Mitarbeiter durch ihre Vorgesetzten und Kollegen.
  • Größtenteils – zu 70 % – findet Lernen durch Anwendung statt. Erst wenn Themengebiete die Mitarbeiter selbst betreffen und sie zu einer direkten Auseinandersetzung mit den Inhalten und eventuellen Problemen bringen, prägt sich das Wissen dauerhaft ein. Damit Geübtes nachhaltig im Gedächtnis bleibt, muss es auch regelmäßig aufgefrischt werden.

Neben dem Anwendungsbezug der Inhalte sind daher auch die kollaborativen Funktionen einer Online-Trainingsplattform wichtig. So können die Teilnehmer miteinander diskutieren, Unstimmigkeiten klären und wertvolles Feedback liefern.

Die Einführung begleiten

Veränderungen stoßen oft auf Widerstand. Die sorgfältige Begleitung der Einführung von E-Learning-Maßnahmen beugt diesen Akzeptanzproblemen vor, z.B. mit einer für alle Nutzer verbindlichen persönlichen Präsentation zum Zweck und zur Funktionsweise des Programms. Zur fortlaufenden Unterstützung bei individuellen Problemen und Verständnisfragen mit der Software hat sich ein Ansprechpartner online und für das persönliche Gespräch bewährt. Als Lernbegleitung sollte der Trainer im Kurs sichtbarer Ansprechpartner sein, der auf Rückfragen reagieren kann, was sich wiederum positiv auf den Lernerfolg auswirkt.

Mit Tests den Lernfortschritt messen

Mit Tests in Online-Kursen wird sowohl der Lernfortschritt der Teilnehmer überprüft als auch ein Feedback zur Verständlichkeit der Inhalte an den Kursersteller gegeben. Zur Erfolgskontrolle bieten sich neben Multiple-Choice-Fragen auch Texteingabefelder bei den Wissensfragen an. So wiederholen die Teilnehmer das Gelernte und beschreiben es selbst in eigenen Worten. In diesem Fall muss der Trainer im Gegensatz zur automatischen Auswertung von Multiple-Choice-Fragen allerdings aktiv eingreifen: Die freien Texteingaben sollten überprüft und beantwortet bzw. bewertet werden, damit der Teilnehmer sich in seiner Interaktion bestätigt fühlt.

Zertifikate als Erfolgsnachweis

Anhand aller erfolgreich absolvierten Tests einer Online-Schulung sollte am Ende eines Kurses ein individuelles Zertifikat ausgestellt werden, das den Lernerfolg bescheinigt und dem Teilnehmer als Nachweis des absolvierten Kurses gilt. Bei vielen Learning-Management-Systemen wird dieses Zertifikat automatisch erstellt, sodass der Aufwand für den Kursersteller möglichst gering bleibt.

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