Factoring für Existenzgründer

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Vom Start weg mehr Handlungsfreiheit

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Von Claudia Grützmann, Dresdner Factoring AG

Egal in welcher Branche ein Existenzgründer heute Fuß fassen möchte – am Ende sind nur diejenigen erfolgreich, die neben innovativen Produkten und Ideen vor allem über eine leistungsfähige Finanzierung verfügen. Dabei fehlt es jedoch gerade Gründern häufig an Liquidität. Factoring könnte für sie eine Lösung sein.

Rückläufige Investitionen in deutsche Start-ups

Schlechte Zeiten stehen Start-ups bevor: Laut einer Umfrage des Business Angels Netzwerks Deutschland und der VDI Nachrichten vor wenigen Monaten hat sich die Stimmung unter den Privatinvestoren eingetrübt. Gerade einmal 23 % der Befragten haben bisher in junge Unternehmen investiert. Doch warum? Nur etwa jeder zehnte Investor konnte seine Beteiligung überhaupt gewinnbringend veräußern.

In Zukunft werden demzufolge viele Investoren noch zögerlicher agieren oder gänzlich auf Investitionen in Start-ups verzichten. Existenzgründer müssen sich also zwangsläufig nach anderen Finanzierungsmodellen umsehen. Eine gute Alternative könnte das aus den USA stammende Factoring sein, denn es bietet nicht nur unmittelbare Liquidität, sondern zusätzlich einen umfassenden Schutz vor Zahlungsausfällen.

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Claudia Grützmann ist seit über zehn Jahren erfolgreich für verschiedene Unternehmen im Marketing tätig. Seit 2012 verantwortet die studierte Betriebswirtin (IHK) das Marketing bei der Dresdner Factoring AG. Als banken­unabhängiges Finanz­dienstleistungs­institut besitzt die Dresdner Factoring AG langjährige Erfahrungen in allen Branchen des deutschen Mittelstands. Dadurch ist es ihr möglich, Factoring auch für junge Unternehmen und Neugründungen anzubieten.


Dresdner Factoring AG, Glacisstraße 2, 01099 Dresden, Tel.: 0351-88855-0, Fax: 0351-88855-11, office@dresdner-factoring.de, www.dresdner-factoring.de

Factoring als alternatives Finanzierungsmodell?

Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe haben in den letzten Jahren Factoring als bankenunabhängige Finanzierungsform für sich entdeckt. Dabei überträgt ein Unternehmen seine Forderungen direkt nach Rechnungslegung an einen Finanzdienstleister, den sogenannten Factor. In der Regel bezahlt dieser dem Unternehmen bis zu 90 % der Forderungen sofort. Den Rest zahlt der Factor nach Forderungseingang abzüglich Gebühren. Die Factoring-Gebühr bewegt sich im Skontobereich. Die Zinsen für die Bevorschussung orientieren sich an marktüblichen Konditionen für Kontokorrentkredite. Besonderer Vorteil für das Unternehmen: Der Factor übernimmt auch gleichzeitig das Delkredere (Ausfallrisiko).

Ablauf Factoring.jpg Der Ablauf bei Factoring (Bild: Dresdner Factoring AG)

In Abstimmung mit dem Unternehmen übernimmt der Factor zusätzlich das Forderungsmanagement und das Mahnwesen. Vor allem junge Unternehmen tätigen Geschäfte in der Hoffnung, dass Kunden ihre Rechnung irgendwann begleichen. Doch nicht immer wird diese Hoffnung auch erfüllt. Viele Firmen bezeichnen gerade die fehlende Zahlungsmoral von Kunden mitunter als größtes Problemfeld. Durch die Veräußerung der Forderungen kann sich ein Unternehmen vor Zahlungsausfällen schützen und so seine Bonität verbessern.

Banken honorieren gesicherte Liquidität

Verkauft ein Unternehmen seine Forderungen unmittelbar nach der Rechnungslegung, kann die so gewonnene Liquidität sofort wieder eingesetzt werden. Zudem werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch den Verkauf der Forderungen deutlich reduziert. Dadurch kann die Bilanz verkürzt und die Eigenkapitalquote erheblich erhöht werden.

Darüber hinaus honorieren Banken die Nutzung von Factoring, denn durch die Sicherung der Umsätze eines Unternehmens steigt gleichzeitig dessen Kreditwürdigkeit. Gerade für Start-ups spielt das Rating immer wieder eine entscheidende Rolle.

Fazit: Factoring ermöglicht finanzielle Spielräume

Viele Unternehmen decken mithilfe von Factoring gleich mehrere Seiten ab. Zum einen sind sie durch den schnellen Liquiditätszufluss unabhängiger von Banken. Zum anderen sorgt die aus dem Verkauf der Forderungen erzielte Liquidität dafür, dass Unternehmen Waren unter Ausnutzung von Skonti bei Lieferanten beziehen können.

Es ist davon auszugehen, dass vor allem Start-ups ihre Finanzierung in Zukunft auf eine breitere Grundlage stellen müssen, da Kredite nicht immer in gewünschtem Maß zur Verfügung stehen. Factoring kann ihnen dabei helfen, ein tragfähiges Finanzierungsmodell zu entwickeln, indem es einen zusätzlichen Finanzierungsbaustein zur klassischen Bankenfinanzierung darstellt.

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