Insolvenzfactoring

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Finanzierungsmodell für den Weg aus der Krise

© gunnar3000 – Fotolia

Von Matthias Gorsler, factoring.plus.AG

Immer wieder scheitern Sanierungen an fehlenden finanziellen Mitteln. Oft hängt das damit zusammen, dass sich die Unternehmensführung die Krise zu spät eingesteht: Über Monate hinweg macht das Management am Rande des wirtschaftlichen Abgrundes nach dem Prinzip Hoffnung weiter. Verloren gehen dabei nicht nur der Handlungsspielraum, sondern auch finanzielle Reserven und wertvolle Substanz.

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Mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) hat der Gesetzgeber bereits 2012 neue Möglichkeiten geschaffen, die den Weg aus der Krise unter Insolvenzschutz vereinfachen sollen. Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren sind jedoch noch nicht deutschlandweit im Mittelstand als Sanierungsinstrumente bekannt. Experten, wie Prof. Dr. Haarmeyer, Leitender Direktor des Deutschen Instituts für angewandtes Insolvenzrecht bestätigen, dass die „Akzeptanz für die neuen Verfahrensarten zwar gestiegen ist, aber das Sanierungsinstrument nach wie vor nicht bei allen Unternehmen bekannt“ sei. Dabei halten die gerichtlichen Sanierungsverfahren eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit, die es außerhalb des Insolvenzverfahrens nicht gibt. Dazu gehören auch Mittel, die die finanzielle Situation des Unternehmens verbessern, zum Beispiel das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit.

Thema: Insolvenz
Ein Dreiteiler erläutert alles, was Unternehmer über das Insolvenzverfahren wissen müssen:

  • Teil 1 erklärt die Prinzipien und listet die Antragsberechtigten nach Gesellschaftsform.
  • Teil 2 geht die Abläufe im Einzelnen durch und bespricht die wichtigsten Stationen bis zum Schlusstermin.
  • Teil 3 hat kompakt praktische Tipps für Insolvenzschuldner und -gläubiger parat.

Daneben geben Schwerpunktbeiträge Auskunft darüber,

Forderungsankauf stärkt dauerhaft Liquidität

Die Bereitstellung zusätzlicher Gelder über bankenübliche Wege ist in der Sanierung nicht einfach: Die Hausbank ist im Verfahren meist einer der Hauptgläubiger und kann demnach keine zusätzlichen Kreditlinien anbieten. Seit Einführung von Basel II und III unterliegen Banken zudem strengeren Regularien, sodass sie bereits bei Engagements in wirtschaftlichen Schieflagen kaum Handlungsspielraum haben. Alternative Finanzierungen, die bonitätsunabhängig, schnell und flexibel einsetzbar sind, werden in diesen Situationen daher oft zum Rettungsanker für Unternehmen. Sale and Lease Back – das Heben stiller Reserven durch den Verkauf und das Zurückleasen gebrauchter Maschinen und Anlagen – oder Factoring gehören zu den Modellen, die dann zum Einsatz kommen können.

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Matthias Gorsler ist Leiter Vertrieb und Generalbevollmächtigter der factoring.plus.AG. Die factoring.plus.AG ist ein leistungsstarker Factoring-Anbieter mit Sitz in Leipzig und einer Niederlassung in Frankfurt am Main. Sie konnte seit der Gründung 2002 ein stetiges Wachstum erzielen und gehört heute zu den führenden bankenunabhängigen Factoring-Gesellschaften im Mittelstand. Neben dem Factoring für kleine und mittelständische Unternehmen bietet der Finanzdienstleister weitere Produkte an, unter anderem das B2C-Factoring für Firmen im Privatkundengeschäft und das Insolvenzfactoring. Als Mitglied des Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand e.V. (BFM) erfüllt das Unternehmen die hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen in der Branche – gewährleistet durch langjährig erfahrene Mitarbeiter und verschiedene Refinanzierungslinien namhafter Banken.


factoring.plus.AG, Martin-Luther-Ring 13 (Lipanum), 04109 Leipzig, Tel.: 0341-149204-0, info@factoring-plus.de, www.factoring-plus.de

Es gibt mittlerweile tragfähige Modelle für gezieltes Insolvenzfactoring, also Finanzierungen für kleine und mittelständische Betriebe, die die Betriebsfortführung und den Weg aus der Krise erleichtern sollen. Einsetzbar ist Insolvenzfactoring im Eigenverwaltungs-, im Insolvenzplan- oder im Regelinsolvenzverfahren. Die neu entstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dabei fortlaufend angekauft, meist im eröffneten Verfahren, unter bestimmten Bedingungen auch im vorläufigen. Innerhalb von ein bis zwei Werktagen erhalten die Betriebe den Großteil des Rechnungsbetrages und sind dadurch unabhängiger von Zahlungszielen oder dem Zahlungsverhalten der Kunden. Die Liquidität wird dauerhaft gestärkt und steht für das Umsetzen von Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung. Viele Unternehmen erhalten so überhaupt erst die Möglichkeit einer Reorganisation und eines Neustarts am Markt.

Ausfallschutz und Auslagerung des Debitorenmanagements

Zusätzliche Sicherheiten werden beim Insolvenzfactoring nicht benötigt, und die Finanzierung ist in vielen Branchen einsetzbar, zum Beispiel im produzierenden Gewerbe, aber auch in der Transport- und Logistikbranche, im Großhandel, bei Druckereien, in der Zeitarbeit, bei Sicherheitsfirmen oder in sonstigen Dienstleistungsunternehmen. Die neu entstehenden Forderungen sind außerdem gegen möglichen Ausfall versichert. Gute Anbieter übernehmen auch das Debitorenmanagement inklusive des meist aufwendigen Mahnwesens. Zeit ist in der Sanierungsphase ein sehr wichtiger Faktor – Insolvenzfactoring bietet dahingehend ein großes Plus: Ziehen alle Beteiligten an einem Strang, kann der Beginn der Auszahlung drei bis fünf Werktage nach Erstanfrage erfolgen.

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