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Version vom 22. Oktober 2006, 14:09 Uhr

Von Hans Klumbies

Augmented Reality ist eine neue Form der Interaktion von Mensch und Technik. Ein typischer Benutzer ist dabei ausgestattet mit einem tragbaren Computer und einer halbtransparenten Datenbrille. Hierbei werden virtuelle Informationen in die reale Umgebung integriert. Die erweiterte Realität gilt als wichtige Schlüsseltechnologie der Zukunft. Sie ist vor allem für den Bau und die Instandhaltung hochkomplexer Produkte wie Flugzeuge, Kraftwerke oder Maschinen geeignet. Im Projekt CONNECT entwickelt und erprobt Fraunhofer FIT augmentierte Lernumgebungen. Bei der Beobachtung von naturwissenschaftlichen Experimenten durch eine Spezialbrille werden dem Betrachter Erklärungen eingeblendet.

Das Fraunhofer Institut beschreibt ein Mobiles Augmented Reality System anhand eines Beispiels aus dem Unterricht: „Im Science Center Bristol steht eine 8. Schulklasse mit ihrem Physiklehrer vor dem Tragflächenmodell. Eine Schülerin hat das mobile kabellose Augmented Reality System angelegt. Dazu gehört ein Rucksack mit Laptop und Akkus zur Energieversorgung. An den Rechner angeschlossen ist ein Headset mit semitransparenter Spezialbrille, eingebauten Kameras und integriertem Mikrophon und Lautsprecher. Durch die Brille sieht sie nicht nur den Flügel, der von einem großen Ventilator angeblasen wird, sondern auch die Strömungslinien der Luft als rote Linien. Dreidimensionale Bilder, Grafiken, Texte und Filme, die im Raum zu schweben scheinen, helfen ihr, die sonst unsichtbaren physikalischen Prozesse zu verstehen. Mit einer drahtlosen Maus klickt sie Zusatzinformationen an. Sobald sie den realen Flügel etwas kippt, verändert sich auch der Verlauf der Luftströmung. Sie versucht herauszufinden, bei welchem Winkel der Auftrieb optimal ist. (Quelle: Fraunhofer FIT).“

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