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Version vom 9. Dezember 2015, 03:14 Uhr

M2M hat die Flotte immer im Blick

ASB Mittelhessen

Von Diane Schulte, Palmer Hargreaves

Ob Sturz, Schlaganfall oder Pflegenotstand: Ein Hausnotruf unterstützt Senioren und Alleinlebende in misslichen Lagen. Hilfsorganisationen wie der Regionalverband Mittelhessen des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) betreiben dafür eigene Flotten. Mit Hilfe einer Telematiklösung des Telekom IT-Partners Blaupunkt Telematics kann der Verband seine Einsatzkräfte jetzt besser disponieren, die Fahrzeuge vor Diebstahl schützen und die Kosten transparent halten.

Per Blackbox schneller vor Ort

Vor etwa 40 Jahren war der Hausnotruf eine revolutionäre Idee. Trotz hohen Alters, Krankheiten und Einschränkungen in den eigenen vier Wänden zu leben, war kaum eine Option für Alleinstehende. Erst mit der Einführung des Hausnotrufs entstanden die nötigen Versorgungs- und Betreuungsstrukturen. Heute hat nahezu jede Hilfsorganisation den Service im Angebot, darunter auch der ASB Mittelhessen. Mit einer Flotte von 12 Fahrzeugen betreut der Verband das Einzugsgebiet Offenbach, Hanau, Gießen, Marburg, Wetterau und Fulda.

Eine Herausforderung dabei ist die gezielte Disposition der Fahrzeuge. „Bis Ende 2013 hat unsere Zentrale alle Einsätze per Bereitschaftsplan und Telefon koordiniert“, erinnert sich Frank Winter, Sachbearbeiter des Hausnotrufs beim ASB Mittelhessen. Um diesen Aufwand zu reduzieren, führte der Verband das Ortungssystem BPT 1500 von Blaupunkt Telematics ein.

Ortungssystem und Diebstahlschutz

Analog zu aktuellen Telematiksystemen besteht das Blaupunkt-Ortungssystem aus Hardware, die in den Fahrzeugen verbaut wird, und einem Webportal. Die Hardware – eine kleine schwarze Box – erfasst zunächst Daten wie Position, Uhrzeit, und Geschwindigkeit sowie den Status der Zündung. Über ein Funkmodul mit integrierter M2M (Machine to Machine) SIM-Karte der Telekom sendet sie diese Daten dann alle 60 Sekunden an einen Server, der sie aufbereitet und übersichtlich im Webportal darstellt. So sehen die Mitarbeiter in der Zentrale, wo sich die Fahrzeuge befinden und ob die Einsatzkräfte verfügbar sind. Steht der Wagen auf dem Parkplatz? Oder befindet er sich auf dem Weg zu einem Einsatzort? Ein Blick in das Portal und der Disponent weiß Bescheid. Auch im Fall eines Diebstahls lässt sich der Standort anhand des eingebauten GPS-Empfängers ermitteln.

„In Notfällen können wir jetzt schneller und gezielter reagieren“, sagt Frank Winter. „Neben der erhöhten Reaktionsfähigkeit ist es für uns aber auch wertvoll, die Ankunftszeiten unserer Kräfte besser abschätzen zu können.“ Dabei helfe unter anderem die Umkreissuche im Webportal. Sobald die Mitarbeiter einen Ort auf der Karte auswählen, zeigt ihnen die Software, welche Fahrzeuge am nächsten dran sind. Darüber hinaus berechnet das Portal direkt die Anfahrtskosten der jeweiligen Außendienstkräfte zum Einsatzort.


Erweiterbares System
Ergänzend zu den Standardfunktionalitäten lässt sich das Telematiksystem BPT 1500 individuell erweitern. So enthält die Blackbox in den Fahrzeugen zwei Digitaleingänge, über die sich weitere Fahrzeugdaten abrufen lassen. Mithilfe eines Sensors ließe sich beispielsweise auch überprüfen, ob die Heckklappe geöffnet oder geschlossen ist. Die Weiterverarbeitung der gesammelten Daten ist auch außerhalb des Webportals möglich. Über eine XML-Schnittstelle lassen sie sich einfach exportieren.

Fazit: Flexibel disponieren und Kosten sparen

Der ASB Mittelhessen ist nur eine von vielen Hilfsorganisationen und Firmen, die von aktuellen Telematiklösungen profitieren. Gerade Mittelständler mit einer Fahrzeugflotte können damit beispielsweise von einer erhöhten Flexibilität, besseren Kostentransparenz und deutlichen Beschleunigung des Managementprozesses ihres Fuhrparks profitieren und ihn zugleich zuverlässiger schützen. Unternehmen, die nur sporadische Positionsabfragen und den GPS-Diebstahlschutz benötigen, können den Basistarif ohne monatliche Grundgebühr wählen.

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