Third Party Maintenance

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Von Sascha Petry, Park Place Technologies

Üblicherweise finden sich im Rechenzentrum Komponenten ganz unterschiedlicher Hersteller. Schließlich möchten IT-Verantwortliche immer die Produkte einsetzen, die für die jeweiligen Aufgaben das beste Ergebnis versprechen. Ein solcher Herstellermix kann im Servicefall aber zu einem erhöhten Aufwand führen, angefangen bei der Fehleridentifikation bis hin zur Koordination der beteiligten Servicepartner. Zugleich benötigen IT-Verantwortliche auch Planbarkeit und Flexibilität, was den Service und die Weiterverwendung von RZ-Komponenten nach Ablauf der Grundgewährleistung oder des ersten Garantievertrags angeht. Anbieter von Third Party Maintenance haben sich genau dieser Fragestellungen angenommen und bieten flexibel konfigurierbare Leistungen für den Servicefall.

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Konsolidierte Service­verträge

TPM-Anbieter sind herstellerunabhängige IT-Dienstleister, die sich speziell mit der Instandhaltung und Instandsetzung von IT-Komponenten in Rechenzentren befassen. Diese Unternehmen beschäftigen qualifizierte Experten und bevorraten eigene Ersatzteile, um im Fehlerfall schnell einen Schaden beheben zu können. Darüber hinaus leisten TPMs Multi-Vendor-Support und können so den IT-Verantwortlichen einen Single Point of Contact für alle hardwarerelevanten Störungen im RZ bieten. Aus Sicht des IT-Leiters werden dadurch administrative Abläufe rund um die IT-Wartung vereinfacht und die Verfügbarkeit des Rechenzentrums wird optimiert, da Fehler schneller erkannt und behoben werden können.

Generell nehmen die administrativen Aufgaben rund um den IT-Betrieb derzeit immer weiter zu, da immer neue Technologien und neue Hersteller ins Rechenzentrum drängen. Für jeden Hersteller müssen Unternehmen separate Serviceverträge abschließen und verwalten. Außerdem werden die SLAs (Service Level Agreements) vom Hersteller der jeweiligen Komponente vorgegeben und unterschiedlich ausgelegt. Aus Sicht der IT-Verantwortlichen sollten jedoch harmonisierte und übergreifende SLAs vorhanden sein, die auch die Gesamtsituation des eigenen Rechenzentrums berücksichtigen. Darum helfen TPMs auch dabei, die bestehenden Serviceverträge zu konsolidieren und SLAs herstellerübergreifend zu definieren. Für IT-Verantwortliche heißt das: weniger Verwaltungsaufwand, eine hohe Flexibilität bei der Ausgestaltung von SLAs sowie klare Kennzahlen, für die ein zentraler Ansprechpartner verantwortlich ist.

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Schwarz auf Weiß
Dieser Beitrag ist zuerst in unserer Magazin­reihe „Rechen­zentren und Infra­struktur“ als Beilage zur iX erschienen. Einen Über­blick mit freien Down­load-Links zu sämt­lichen Einzel­heften bekommen Sie online im Presse­zentrum des MittelstandsWiki.

Häufig arbeiten IT-Verantwortliche mit dem Chief Financial Officer gemeinsam daran, die Kosten für den IT-Betrieb und das IT-Budget insgesamt zu optimieren. Ein valider Ansatz ist es, die Nutzungsdauer von Hardware über den Garantiezeitraum von typischerweise drei oder fünf Jahren hinweg zu verlängern. Während Hersteller ihre Kunden meist drängen, nach dieser Zeit einen Hardware-Refresh im Rechenzentrum durchzuführen, haben sich TPMs darauf spezialisiert, auch nach Ablauf des Herstellerservicevertrags den Betrieb von IT-Komponenten zu gewährleisten – inklusive Ersatzteilversorgung. Anders als bei den Herstellern werden dabei die Wartungskosten nicht erhöht, sondern signifikant reduziert.

Ein großer Vorteil ergibt sich auch im Hinblick auf anrollende Erneuerungswellen: Mit TPM-Unterstützung lassen sich die Lebenszyklen der Komponenten im Idealfall so synchronisieren, dass zum Beispiel beim Technologieumstieg keine Geräte ohne Not für obsolet erklärt werden müssen. Die Analysten von Gartner erwarten dementsprechend bis zum Jahr 2020 ein Wachstum des TPM-Marktes von bis zu 35 %.

Kriterien der Auswahl

Nach welchen Aspekten sollte sich aber ein Unternehmen für einen TPM-Anbieter entscheiden? Unabhängige Hilfe liefern beispielsweise die bekannten IT-Analystenhäuser wie Gartner mit seinen Peer Insights: Hier bewerten Unternehmenskunden die Leistungen der Anbieter. Wichtige Kriterien der Auswahl sind beispielsweise Angaben zu Unternehmensgröße, Mitarbeiteranzahl, Leistungsumfang sowie die historische Entwicklung des Anbieters. Für Kunden ist es außerdem wichtig, darauf zu achten, wie die Ausbildung des technischen Personals beim TPM-Anbieter erfolgt, aber auch welche eigenen Produkte und Dienstleistungen dieser anbietet und woher die Fachkräfte dafür stammen – ob also diese Leistungen alle mit eigenem Personal abgebildet werden können.

TPM Park Place Technologies.jpg Der TPM-Dienstleister Park Place Technologies hat Service-Standorte auf der ganzen Welt, die Schwerpunkte liegen in den USA und in Europa. (Bild: Park Place Technologies)

Die Servicequalität ist ein zentraler Punkt, den Kunden kritisch hinterfragen sollten. Viele Kunden sind der Meinung, dass nur Techniker, die direkt vom Hersteller kommen, über das notwendige Fachwissen verfügen, um ein Fehler zu beheben oder eine Wartung vorzunehmen. Seriös arbeitende TPMs haben jedoch Schulungsprogramme entwickelt und bauen das benötigte Fachwissen selbst auf. Oft verfügen die TPM-Techniker über ein breites Querschnittswissen, da sie für mehrere Hersteller und eine vielfältige Produktgruppe geschult werden. Als Kunde sollte man sich also darüber informieren, welche Qualifikationen die TPM-Mitarbeiter vorweisen.

Viele TPM-Anbieter verwenden zudem etablierte Werkzeuge für das IT-Service-Management, um damit ein Remote-Monitoring zu realisieren und anstehende Wartungsarbeiten zu koordinieren und zu dokumentieren. Hier sollten Kunden genau hinsehen, wie automatisiert und intelligent die vom TPM-Provider eingesetzte Software ist. Typische Anbieter von ITSM-Plattformen (IT-Service-Management) sind beispielsweise BMC, IBM, CA oder HPE (Micro Focus).

Mit diesen Kriterien können sich Unternehmen auf die Suche nach einem Partner machen, der die Wartung und Reparatur der IT-Infrastruktur übernimmt. Denn nur mit einem ausfallsicheren und kontinuierlich überwachten Rechenzentrum gelingt es, die digitale Transformation umzusetzen und sich mit neuen digitalen Geschäftsmodellen am Markt zu behaupten.

Sascha Petry, Park Place Technologies.jpg

Sascha Petry ist Director of Business Development Germany bei Park Place Technologies. Das international agierende Unternehmen bietet seit 25 Jahren eine Alternative bei der Wartung von Speicher-, Server- und Netzwerkhardware für IT-Rechenzentren nach Ablauf der Garantiezeit an. Park Place Technologies unterstützt mehr als 13.000 Unternehmen in 110 Ländern, von staatlichen Stellen, Hochschulen und Einrichtungen des Gesundheitswesens bis hin zu Cloud-Service-Anbietern, KMU und Fortune-500-Firmen.


Park Place Technologies, Mainzer Straße 75, 65189 Wiesbaden, Tel: (0611) 71185537, www.parkplacetechnologies.com/de/

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