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Aktuelle Version vom 28. Oktober 2016, 06:29 Uhr

Das Beschaffungsballett

Von Barbara Schweighofer

Just-in-Time-Management (JIT) ist ein Organisations­prinzip, das die bedarfs­genaue Realisierung des unternehmens­internen und -übergreifenden Güter­austausch­prozesses zum Ziel hat. Die JIT-Produktion strebt einen praktisch lagerfreien Zustand im Supply Chain Management an. Es müssen daher durch­gängige Material- und Informations­flüsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewährleistet sein.

Lückenlos und zeitgenau

Optimal gestaltet führt JIT zu einer integrierten Informationsverarbeitung zwischen dem Zulieferer und dem Unternehmen, die auch den Transport abdeckt, so dass die erforderlichen Teile exakt zum geplanten Verarbeitungszeitpunkt am Verarbeitungsort eintreffen. Damit gelingt es, die produktionssynchrone Beschaffung sicherzustellen und die Lagerhaltungskosten zu minimieren.

Was z.B. heute bei Audi in Ingolstadt in der EDV als Ausstattungswunsch des Kunden und einzubauendes Sitzmodell erfasst wird, erscheint zum selben Zeitpunkt in der EDV des Spediteurs und des spanischen Zuliefers – und wird 36 Stunden später in exakt der gewünschten Reihenfolge angeliefert und sofort eingebaut.

Fazit: Empfindlich gegen Störungen

Die Realisation von JIT-Konzepten führt somit zur Reduktion von Kosten für Lagerraum und vor allem zur Reduzierung des Umlaufvermögens.

Um die Unterbrechung der Produktion durch Lieferverzögerungen zu vermeiden, werden hohe Konventionalstrafen vereinbart. Gleichzeitig werden langfristige Rahmenverträge abgeschlossen, wodurch der Zulieferer eine Sicherung seines Absatzes erreichen kann.

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