Mittelstandstrends 2014, Teil 1

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Alles Gute und auf eine neue Zusammenarbeit!

Von Karin Sondermann und Henrik Groß, techconsult GmbH

Das Beratungs- und Analystenhaus techconsult untersucht regelmäßig und über lange Zeiträume hinweg in qualitativen und umfangreichen Beobachtungen und Studien die Bedürfnisse mittelständischer Anwender­unternehmen. Anhand dieser Unter­suchungen zeigt sich auch deutlich, wo die Trendthemen für 2014 liegen und welche Themen das Potenzial haben, den Weg in den Mittel­stand zu finden. So werden Social Business und Collaboration verstärkt zum übergreifenden Thema. Dabei gilt es, die Bedürfnisse der Anwender­unternehmen zu fokussieren und auch das Thema Integration zu berücksichtigen.

Nach den ersten Jahren der Erfahrung mit dem großen Trendthema Cloud und den positiven Erkenntnissen zu niedrigeren Kosten und höherer Betriebseffizienz geht in einigen Unternehmen das Cloud-Verständnis bereits weit über die effiziente Nutzung gemeinsamer IT-Ressourcen hinaus. Auch im Mittelstand erkennen die ersten Unternehmen die weiteren Vorteile rund um geschäftliche Agilität und Effizienz, was zu Investitionen in neuartige SaaS-Business-Lösungen (Software as a Service) führt. Vor allem werden die bestehenden Geschäftsprozesse in Richtung Mobilität und Echtzeitanalysen erweitert sowie nutzerorientiert integriert.

Die Key-Trends und neuen Möglichkeiten bewegen sich rund um vernetzte und soziale Zusammenarbeit, den mobilen Informationsaustausch sowie um das Thema Big Data und Echtzeitanalyseverfahren über intuitive Oberflächen. Kurz: Die Reduzierung der Kosten, die Qualität des Informationsflusses und der Faktor Zeit werden zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen, egal in welcher Unternehmensgröße.

Needs and Pains des Mittelstands

Aus langjährigen und qualitativen techconsult-Analyseprojekten wie dem IT-Mittelstandsindex, dem Business-Performance-Index oder dem IT-Cloud-Index lassen sich die Bedürfnisse mittelständischer Anwenderunternehmen ablesen. Festzumachen sind diese Bedürfnisse an den verschiedenen Beziehungen, die Unternehmen unterhalten: zum einen die externen Beziehungen zu Kunden, Partnern und Lieferanten, zum anderen die internen Beziehungen zwischen Mitarbeitern, Abteilungen und Geschäftsführung. Die folgende Darstellung basiert auf zahlreichen Erhebungen in mittelständischen Unternehmen über verschiedene Branchen hinweg (Handel, Industrie, Dienstleistungsgewerbe etc.).

Abb1 Needs.JPG Zusammenarbeit aus Sicht der Unter­nehmen, extern mit Kunden, Partnern und Lieferanten sowie intern zwischen Mit­arbeitern und Ab­teilungen: Je größer die Relevanz für das Business, desto höher die Positio­nierung. Je größer die Probleme in der aktuellen IT-Umsetzung, desto weiter rechts liegt die Platzierung im Port­folio. (Bild: techconsult)

Besonders vielfältig sind die Bedürfnisse der mittel­ständischen Anwender in der Beziehung zu ihren Kunden. Dies ist ein­leuchtend, liegt hierin doch die ent­scheidende Komponente für den Geschäfts­erfolg. Die „Needs und Pains“, die sich identifizieren lassen, resultieren aus zwei Dimensionen: Die Y-Achse steht für die Relevanz im Business, sie reflektiert den „Leidens­druck“, der von den jeweiligen Fach­abteilungen ausgeht. Die X-Achse steht für den Grad der Probleme mit der aktuellen IT-Umsetzung; sie ist der Grad­messer für das Potenzial an Optimierung durch geeignete Lösungen.

Alles überall und sofort

Die Analysen zeigen, dass die moderne Echtzeitgeschäftswelt Unternehmen herausfordert: Kunden, Partner und beteiligte Teams agieren auch im Mittelstand immer mehr verteilt und kommunizieren vernetzt auf mehreren Kanälen. Hinzu kommt, dass wir uns aktuell in einer gesellschaftlichen Entwicklung befinden, in der komfortable Zugriffe auf Informationen jeglicher Art eine immer größere Rolle spielen werden (E-Mails, Kalendereinträge, Kontakte und Angebote, Dokumente und Medien-Content, Aufgaben und Projekte, Unternehmensdaten und -analysen etc.).

Serie: Mittelstandstrends 2014
Teil 1 extrapoliert aus den techconsult-Langzeitstudien die wichtigsten Trends für das Jahr 2014. Teil 2 widmet sich der besonderen Rolle der sozialen Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Beschäftigten. Teil 3 fasst die Prognose zusammen und skizziert die Zukunft einer vernetzten, beweglichen Geschäftswelt.

Diese Veränderungen nehmen signifikanten Einfluss sowohl auf die Arbeitsweise und Erwartungshaltung der Menschen und auf die Nutzung der Software-Infrastruktur als auch auf die Produktivität und Agilität der Unternehmen. Wir wollen ständig alle Informationen im Kontext einer Tätigkeit im Überblick haben, und zwar einfach, sicher, von jedem Endgerät und zu jeder Zeit.

Die Wirklichkeit hinkt hinterher

Fakt ist, dass die Ergebnislücke, die Kluft zwischen der erhofften Effizienz und Produktivität von traditionellen Geschäftsanwendungen im Backend und dem tatsächlichen Nutzen für vernetzt agierende Anwender und Teams, größer denn je ist. Es bedarf teilweise neuer und individueller Business-Lösungen, die das Aufgaben-, Projekt- und Wissensmanagement mit rollenspezifischen Geschäftsabläufen in vernetzten Welten und mit modernen Oberflächen ermöglichen, und zwar im Kontext der Arbeitsweise des Nutzers für alle Endgeräte.

Welche Einblicke die Unternehmensbeziehungen zu Kunden, Partnern und Lieferanten sowie zu den eigenen Mitarbeitern jeweils gewähren, zeigt Teil 2 dieser Serie.

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