Weißer Ritter

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Von Hans Klumbies

„Weißer Ritter“ ist die Bezeichnung für eine Firma oder Investoren, die einem Unternehmen Hilfe anbieten, das kurz vor einer feindlichen Übernahme steht. Oftmals kauft ein „Weißer Ritter“ einen größeren Anteil der Aktien oder bietet selbst einen Zusammenschluss an. Die Übernahmegefechte können Monate dauern und sich zu einer teuren Bietspirale um die Gunst der Aktionäre entwickeln. Im März 2006 trat der Leverkusener Pharmakonzern Bayer als „Weißer Ritter“ auf, indem er das Übernahmeangebot der Firma Merck für das Berliner Unternehmen Schering überbot. Das Management von Schering bezeichnete das Angebot von Bayer als finanziell attraktiver und wehrte die drohende Standortverlagerung ab, die bei einer Übernahme durch Merck gedroht hätte.